SARS-CoV-2/COVID-19

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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3831

Beitrag von tom »

bodo9 hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 14:18 Kurz gesagt geht es darin um die Tatsache, dass die Übersterblichkeit im besonders stark von Corona betroffenen Sachsen im Dezember 2020 mit 103 % mehr Toten als normal (siehe neuere Zahlen hier) sich keinesfalls alleine durch die offiziellen Corona-Toten erklären lassen.
Die Übersterblichkeit in den letzten Monaten ist auch in der Schweiz immens gewesen:
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3832

Beitrag von Joe »

Das "Problem" bei den Übersterblichkeits-Statistiken ist eben immer, dass sie - per Definition - keine Aussagen über den Grund der Übersterblichkeit machen. Wenn also in einem Zeitraum 1000 Personen an Covid sterben, dafür aber 500 weniger als gewöhnlich an Grippe, da diese sich aufgrund der Schutzmaßnahmen natürlich auch weniger verbreiten kann, dann habe ich eine Übersterblichkeit von 500 Personen.

Das kann dann sogar zu dem Effekt führen, dass die reine Übersterblichkeit gar nicht sonderlich extrem ausfällt und manche sagen "seht, so schimm war es doch gar nicht".

Aber in den Kurven von Tom sieht man auf jeden Fall eine deutliche Korrelation mit den bekannten Covid-Wellen...
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Datatom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3833

Beitrag von Datatom »

@Tom: ja betr. Festivals und Konzerte bin ich auch gespannt. Habe mich noch gar nicht damit beschäftigt, dann aber vor ein paar Tagen ein newsletter einer meiner Lieblingsbands erhalten mit Ankündigung für einen Gampel Auftritt. Darauf hin habe ich mich mal ein bisschen durch die Festivalseiten gegoogelt. O-Ton wir finden 2021 statt. Ob das nur gesunder Optimismus ist? Warten wir mal den Frühling ab ;-)
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3834

Beitrag von tom »

Joe hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 15:42 Aber in den Kurven von Tom sieht man auf jeden Fall eine deutliche Korrelation mit den bekannten Covid-Wellen...
Ja, so ähnlich sah es aber auch in sehr grippestarken Jahren aus. Und diese fehlen aktuell praktisch gänzlich. Gestern sagte im österreichischen Fernsehen der Gesundheitsminister, dass es erstmals seit Jahrzehnten in Oesterreich keine Grippewelle gäbe... Ein Bericht dazu:
"Heuer gibt es erstmals seit Jahrzehnten bis dato keine Grippefälle in Österreich." Sonst war spätestens Anfang Februar die Grippewelle bereits in vollem Umfang ausgebrochen.

In den vergangenen Jahrzehnten gingen darauf alljährlich Hunderttausende Erkrankungen und Tausende Todesfälle zurück. Am schlimmsten, erinnerte der Minister, war die Grippesaison 2016/17 mit 4.400 Influenza-assoziierten Todesfällen. 2017/18 waren es 2.900 Grippetote, 2018/19 rund 1.400 und 2019/20 starben in diesem Zusammenhang 834 Menschen. Heuer hätten die Covid-19-Maßnahmen "erstmalig" die Grippewelle bisher vollständig unterbunden.

https://kurier.at/wissen/gesundheit/ges ... /401172313
Es ist in der Tat ersichtlich, dass die Corona-Wellen eine klare Übersterblichkeit brachten. Diese Wellen gab es aber wie erwähnt auch in schweren Grippejahren. Vielleicht nicht ganz so massiv, aber es gab sie.

Ein guter, erklärender Bericht zur Übersterblichkeit und was da alles so gemessen und nicht gemessen wird:

https://www.quarks.de/gesundheit/medizi ... an-corona/

Gruss Tom
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3835

Beitrag von tom »

Datatom hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 15:43 Ob das nur gesunder Optimismus ist? Warten wir mal den Frühling ab ;-)
Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es in diesem Jahr ein Gampel oder Gurtenfestival etc. geben wird. Aber die Hoffnung stirbt natürlich zu letzt. Ein Ticket würde ich mir auf jeden Fall im Moment noch nicht für so eine Veranstaltung kaufen. Aber sollte so was wirklich wieder möglich werden in diesem Jahr, dann werden auch Fernreisen wieder stattfinden können.

Gruss Tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3836

Beitrag von tom »

Die Frau hat ja auch Fans hier im Forum und sie bringt es wirklich verständlich rüber. Viel Spass bei den 20 Minuten zuschauen und zuhören:

https://youtu.be/pGJEVXvOcRY

Gruss Tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3837

Beitrag von Joe »

tom hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 17:59 Es ist in der Tat ersichtlich, dass die Corona-Wellen eine klare Übersterblichkeit brachten. Diese Wellen gab es aber wie erwähnt auch in schweren Grippejahren. Vielleicht nicht ganz so massiv, aber es gab sie.
Diese Aussage halte ich für sehr kritisch, da sie nach meiner Ansicht Äpfel mit Birnen vergleicht und den Eindruck erweckt "Covid ist ja nur so gefährlich wie eine Grippe".

Bei den Grippewellen gab es durchaus Jahre mit 25.000 Toten (wie bereits öfters geschrieben: nicht direkt nachgewiesen, sondern auf Grundlage der Übersterblichkeit der Influenza zugeschrieben). Während diesen Grippewellen gab es in der Bevölkerung jedoch keinerlei Schutzmaßnahmen. Keine Abstandregelungen, keine Masken, weiterhin Großveranstaltungen, voller Nahverkehr, ...

Bei Covid sind wir in D nach rund 11 Monaten jetzt bei 56.500 Toten - d.h. trotz massiver Schutzmassnahmen mit Lockdows, Abstansregelungen, Masken und Achtsamkeit in der Bevölkerung haben wir bereits mehr als das Doppelte von Todeszahlen wie in den schlimmsten Jahren von schutzlos grassierenden Grippeepidemien.

Was wäre also, wenn wir seit einem Jahr so gelebt hätten wie in schweren Grippejahren? Vermutlich würde da eine weitere 0 am Ende der Todeszahlen nicht ausreichen...
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3838

Beitrag von Joe »

Joe hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 18:33 Bei den Grippewellen gab es durchaus Jahre mit 25.000 Toten [...] Während diesen Grippewellen gab es in der Bevölkerung jedoch keinerlei Schutzmaßnahmen. Keine Abstandregelungen, keine Masken, weiterhin Großveranstaltungen, voller Nahverkehr, ...
Jetzt zitiere ich mich selbst: Es ist eher verwunderlich, dass in der Vergangenheit noch nie der Ruf nach Schutzmaßnahmen aufgekommen ist, um auch diese Zahl der Toten zu reduzieren. In Asien kennt man das mit den Masken ja seit Jahrzehnten.

Ich denke, das wird auch eine Lehre aus Corona sein. Ich denke, in Zukunft wird man auch in der "normalen Grippesaison" bei uns häufiger Masken sehen als vor Corona.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3839

Beitrag von Michaleo »

Joe hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 18:36 Ich denke, in Zukunft wird man auch in der "normalen Grippesaison" bei uns häufiger Masken sehen als vor Corona.
L-) mich, zum Beispiel.
Freundliche Grüsse :)
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3840

Beitrag von tom »

Joe hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 18:33 Diese Aussage halte ich für sehr kritisch, da sie nach meiner Ansicht Äpfel mit Birnen vergleicht und den Eindruck erweckt "Covid ist ja nur so gefährlich wie eine Grippe".
Nein, dies sagte ich nicht aus. Meine Aussage basiert rein auf das Ausschauen der Statistik und dem Balken der zeigt, dass es massiv mehr Tote gibt als normalerweise in den entsprechenden Jahreszeiten. Wenn es falsch rüber kam dann tut es mir leid.

Gruss Tom
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