tom hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 17:59
Es ist in der Tat ersichtlich, dass die Corona-Wellen eine klare Übersterblichkeit brachten. Diese Wellen gab es aber wie erwähnt auch in schweren Grippejahren. Vielleicht nicht ganz so massiv, aber es gab sie.
Diese Aussage halte ich für sehr kritisch, da sie nach meiner Ansicht Äpfel mit Birnen vergleicht und den Eindruck erweckt "Covid ist ja nur so gefährlich wie eine Grippe".
Bei den Grippewellen gab es durchaus Jahre mit 25.000 Toten (wie bereits öfters geschrieben: nicht direkt nachgewiesen, sondern auf Grundlage der Übersterblichkeit der Influenza zugeschrieben). Während diesen Grippewellen gab es in der Bevölkerung jedoch keinerlei Schutzmaßnahmen. Keine Abstandregelungen, keine Masken, weiterhin Großveranstaltungen, voller Nahverkehr, ...
Bei Covid sind wir in D nach rund 11 Monaten jetzt bei 56.500 Toten - d.h. trotz massiver Schutzmassnahmen mit Lockdows, Abstansregelungen, Masken und Achtsamkeit in der Bevölkerung haben wir bereits mehr als das Doppelte von Todeszahlen wie in den schlimmsten Jahren von schutzlos grassierenden Grippeepidemien.
Was wäre also, wenn wir seit einem Jahr so gelebt hätten wie in schweren Grippejahren? Vermutlich würde da eine weitere 0 am Ende der Todeszahlen nicht ausreichen...