Schandfleck des Jahres

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MyThai
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Schandfleck des Jahres

#1

Beitrag von MyThai »

Andritz Hydro zum "Schandfleck des Jahres" nominiert
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Andritz Hydro beteiligt sich am Bau des Megastaudamms in Laos. Er ist 820 Meter lang. Das 3-Milliarden-Euro-Projekt, an dem Andritz beteiligt ist, soll die Ernähungssituation in Südastasien von 60 Millionen Menschen dramatisch beeinflussen.

"Rücksichtslose Unternehmenspolitik von Andritz Hydro schädigt Menschen und Umwelt", so die Umweltschutzorganisiation WWF in ihrem Statement zum Voting. Seit 20. Jänner 2014 kann jeder am Online-Voting für den Schmähpreis „Schandfleck des Jahres“ des Netzwerks Soziale Verantwortung teilnehmen (http://www.schandfleck.or.at) . In Finnland, wo ebenfalls ein Konzern an dem fragwürdigen Projekt beteiligt ist, hat die Regierung bereits reagiert.



Mit diesem Titel werden Unternehmen, Organisationen, Institutionen oder Einzelpersonen bedacht, die sich durch mangelnde gesellschaftliche Verantwortung auszeichnen. Der WWF begrüßt die neuerliche Nominierung der Andritz Hydro GmbH.

Andritz wurde im Vorjahr für Staudamm-Bau in Brasilien kritisiert

Im Vorjahr verfehlte das Unternehmen den Negativ-Titel für seine Beteiligung am sozial und ökologisch verheerenden Belo-Monte-Staudamm in Brasilien nur knapp. Dem Unternehmen wird die „wiederholte Beteiligung an ökologisch und menschenrechtlich problematischen Staudammprojekten“ vorgeworfen.

Heuer wurde Andritz für die Beteiligung am Mega-Staudammprojekt „Xayaburi“ in Laos nominiert.

Der WWF fordert Andritz auf von diesem Projekt Abstand zu nehmen. Außerdem solle die österreichische Bundesregierung die Empfehlungen des UN-Komitees für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte umsetzen und mehr Verantwortungsbewusstsein von österreichischen Unternehmen bei deren Aktivitäten im Ausland einfordern, so der WWF.
Der Xayaburi-Staudamm am Mekongstrom in Laos soll 820 Meter lang und mehr als 30 Meter hoch werden. Weiters sind elf Wasserkraftanlagen am unteren Mekong und 77 weitere Kraftwerke an Nebenflüssen geplant. Die Kosten für den Megastaudamm belaufen sich auf etwa drei Milliarden Euro. Das Unternehmen Andritz soll für den Kraftwerksbau acht Kaplanturbinen im Wert von bis zu 300 Millionen Euro liefern.

Rückgang des Fischfangs könnte 60 Millionen Menschen betreffen

Die Auswirkungen des Xayaburi-Staudamms - der erste am Unterlauf des Mekong - und weiterer geplanter Dämme können für die Ernährungssicherheit der Menschen in Südostasien verheerend werden, so der WWF. Der Mekong ist die Ernährungsgrundlage für 60 Millionen Menschen. Knapp ein Viertel aller Süßwasserfischfänge stammen aus diesem Fluss.

Wirtschaftlicher Schaden von 350 Millionen Euro jährlich befürchtet

Sollten die Dämme gebaut werden, muss mit einem Rückgang des Fischfangs um ein Siebtel, einem wirtschaftlichen Schaden für die Region von etwa 350 Millionen Euro pro Jahr sowie zerstörerischen Auswirkungen für das Mekongdelta gerechnet werden, befürchtet die Umweltorganisation. Die fehlenden Sedimente, die von den Dämmen zurückgehalten würden, gefährden die Landwirtschaft Vietnams im Mündungsgebiet des Flusses. Denn aus dem Delta stammen 50 Prozent der Grundnahrungsmittel des Landes.

Riesenwels bedroht

Durch den Damm und weitere geplante Dämme ist auch die biologische Vielfalt in Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam gefährdet. Fischarten wie der drei Meter lange Riesenwels könnten durch den Damm zum Laichen nicht mehr stromaufwärts schwimmen. Wenn sich die Nahrung aus dem Fischfang verknappt, sind die Menschen gezwungen auf neue landwirtschaftliche Anbauflächen auszuweichen und neues Weideland für die Viehzucht zu begründen.

„Mehr als 1.300 Quadratkilometer Land sollen in den insgesamt elf geplanten Stauseen am Hauptstrom verschwinden."

"Zusätzlich müssten fast 5.000 Quadratkilometer neue Landwirtschaftsflächen geschaffen werden“, sagt WWF Experte Georg Scattolin.

In Finnland setzt Regierung beteiligten Konzern unter Druck

In Finnland hatte die Regierung massive Bedenken wegen der Beteiligung des finnischen Konzerns Pöyry und ordnete eine Untersuchung der Geschäftsgebarung des Konzerns an. In Österreich gibt es noch keine solche Untersuchung. „Die Bundesregierung darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn ein österreichisches Unternehmen sich an diesem ökologisch katastrophalen Projekt in Südostasien beteiligt“, so Scattolin.

http://www.format.at/articles/1406/930/ ... eck-jahres

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MyThai
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NGOs fordern Baustopp des Groß-Staudamms in Laos

#2

Beitrag von MyThai »

Der geplante Staudamm Xayaburi am unteren Mekong in Laos verurteilen Experten als eines der weltweit schädlichsten Dammprojekte. Befürchtet werden Hungersnöte und weitere dramatische Auswirkungen auf die Lebensgrundlage von Millionen Menschen in Südostasien.
39 Nichtregierungsorganisationen fordern in einer Deklaration einen Baustopp des Xayaburi-Staudamms am Fluss Mekong in Laos. Das berichtete die Umweltschutzorganisation WWF als einer von sechs internationalen Unterzeichnern.
Bild


Internationale Umweltschützer verurteilen das Xayaburi-Projekt als eines der weltweit schädlichsten Dammprojekte, dessen Umweltverträglichkeitsprüfung nicht die geringsten westlichen Standards erfülle. Auswirkungen auf die Lebensgrundlage von Millionen Menschen in Südostasien würden befürchtet.

NGOs aus Vietnam, Australien, Thailand und Kambodscha schlossen sich dem offenen Brief vor einem Gipfel der Mekong-Flusskommission (MRC) Ende dieser Woche an. Die Deklaration solle ein deutliches Zeichen für das MRC-Treffen setzen, zu dem die Staatschefs von Thailand, Vietnam, Laos und Kambodscha erwartet werden, erläuterte der WWF.

Der Bau von zehn weiteren Dämmen wird diskutiert...............
http://www.solidbau.at/home/artikel/Was ... from=index

Dauwing
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Re: Schandfleck des Jahres

#3

Beitrag von Dauwing »

man sollte dabei natürlich nicht vergessen, wie das Projekt in Laos entstanden ist;

als Thailands verantwortliche Politiker die Frage beantworten sollten,
ob Thailand nun mit dem Aufbau von Kernkraftwerken zur Energiesicherung des Landes beginnt,

sagte der verantwortliche Politiker den historischen Satz,

--- Thailand not ready for nuclear energy ---

und zog damit die Notbremse.
Der unbekümmerte Umgang der arbeitenden Bevölkerung in sicherheitssensieblen Bereichen,
ob es nur Landwirtschaftsgifte sind, die dann schonmal als Bugkiller in Hotelzimmern zum Einsatz kommen,
ob es Bombenentschärfungen mit dem Schneidbrenner sind,
ob es die wenig berichtete Gift-sondermüll-entsorgung in Thailand ist,
oder die Wartungsqualität der betriebenden Chemiefabriken, (siehe Rayong vor 2 Jahren),

die Antwort konnte nur sein, dass keine Thais Kernenergie betreiben sollten,
und stattdessen investierte man in Laos in Staudammprojekte, um den Energiebedarf zu sichern.

Ohne diese Alternative wäre es allerdings zu der Entscheidung für die Kernenergie gekommen, - das sollte klar sein.

Werner
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Re: Schandfleck des Jahres

#4

Beitrag von Werner »

Ok, ich seziere das mal ein wenig:
MyThai hat geschrieben:
Andritz Hydro zum "Schandfleck des Jahres" nominiert
Bild

soll die Ernähungssituation in Südastasien von 60 Millionen Menschen dramatisch beeinflussen.
Rückgang des Fischfangs könnte 60 Millionen Menschen betreffen
Wirtschaftlicher Schaden von 350 Millionen Euro jährlich befürchtet
Muss mit einem Rückgang des Fischfangs um ein Siebtel gerechnet werden,
befürchtet die Umweltorganisation.
Fischarten wie der drei Meter lange Riesenwels könnten durch den Damm zum Laichen nicht mehr stromaufwärts schwimmen.
"Zusätzlich müssten fast 5.000 Quadratkilometer neue Landwirtschaftsflächen geschaffen werden“, sagt WWF Experte
Die fehlenden Sedimente, die von den Dämmen zurückgehalten würden, gefährden die Landwirtschaft Vietnams im Mündungsgebiet des Flusses.


Also mehr "könnte, fürchte, müsste und sollte" habe ich selten gelesen.

Was sind denn nun die Fakten?
Stirbt die Fischart aus?
Verhungern die Menschen?
Wird wirklich Sediment ins Mündungsgebiet gespült was da wichtig ist?
Wird das wirklich zurück gehalten und wie lange, wann ist der Damm voll mit Sediment?

Also hier in Deutschland inszenieren sie gerade einen "kalten Krieg" mit Russland und werden es so schaffen, das Frecking voran zu bringen, was uns allen verseuchtes giftiges Trinkwasser bescheren wird. Danke! NGOs glaube ich gar nichts, die haben alle ihre Interessen im Hintergrund und sei es ein Hersteller von Kernkarftwerken, der dies lieber an Thailand verkauft oder eine Regierung, die Laos nicht als reichen, wohlhabenden kommunistischen Staat sehen will . . .

W.

ps. das Kraftwerk sieht doch recht nett aus, so im Bogen gebaut mit den Überläufen und den künstlichen Stromschnellen im Vordergrund über die jeder Fisch Flußaufwärts schwimmen könnte, wenn er wollte. Sieht wie eine gigantische Fischtreppe aus.

pps. Also bei dem Mist den wir hier alle machen, z. B. Atomkraftwerke in Mengen, Ruhrgebiet mal eben 15 m absenken und dann für die nächsten 10.000 Jahr das Wasser abpumpen usw usw usw sollten wir uns schön zurück halten und lieber mal vor dem eigenen Haus kehren als diese Länder zu maßregeln, die auf eine sehr gute Art ihren Strom erzeugen werden. Wie viele Täler wurden in der Schweiz durch Wasserkraftwerke zerstört? Sollen wir die nicht zurück bauen weil da auf der Wiese noch 120 Kühe grasen könnte, wo heute Wasser ist. Interessiert doch heute keine mehr.
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Derk
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Re: Schandfleck des Jahres

#5

Beitrag von Derk »

Werner hat geschrieben:
Ok, ich seziere das mal ein wenig:
MyThai hat geschrieben:
Andritz Hydro zum "Schandfleck des Jahres" nominiert
Bild
Wer Artikel mit falschen Bildern verwendet, dem sollte man erstmal wenig glauben :D
Das Bild zeigt den aktuell glaube ich weltweit zweitgrössten Staudamm in Itaipu (Paraguay/Brsilien).

Werner hat geschrieben:
Also mehr "könnte, fürchte, müsste und sollte" habe ich selten gelesen.

Was sind denn nun die Fakten?
Stirbt die Fischart aus?
Verhungern die Menschen?
Wird wirklich Sediment ins Mündungsgebiet gespült was da wichtig ist?
Wird das wirklich zurück gehalten und wie lange, wann ist der Damm voll mit Sediment?
1. Ja, am Donnerstag den 22. Dezember 2022 :-?
2. Selbstredend, denn wer sich nicht mehr mit Fischfang ernähren kann und ohne soziales Netz Erwerbslos ist hat nix zu beissen
3. Ja, sonst würde man sich nicht so sehr um den Schutz der Mangrovengürtel kümmern die ein wichtiges Rückzugsgebiet für Jungfische sind.
4. Ja, es wird zurückgehalten bis der Damm voll ist, das dürfte am Montag den 13. März 2057 sein :-?

Wenn Du ernsthaftere Antworten als zu 1. und 4. erwartet hast, hättest Du vielleicht Dich ernsthafter mit dem Thema beschäftigen sollen und fundiertere Fraqgen stellen sollen. ;)

Werner hat geschrieben:
Also hier in Deutschland inszenieren sie gerade einen "kalten Krieg" mit Russland und werden es so schaffen, das Frecking voran zu bringen, was uns allen verseuchtes giftiges Trinkwasser bescheren wird. Danke!
Das ist ein anderes Thema.
Beschwere Dich bei den Amis, die die "Revolution" in der Ukraine angezettelt haben um Europa vom russischen Gas abzuklemmen, damit ihre Industrie in Europa Fracking betreiben kann...
Und TTIP, wo Steuergelder an Konzerne als Strafzahlungen ausgeschüttet werden, weil die Länder ihre Gesetze zu wenig industriefreundlich gestalten oder Verbraucherschutz als wichtig erachten.

Es geht um das Geld und der Mensch bleibt auf der Strecke!
Haben wir oft genug erlebt und es muss nicht immer und überall so weiter gehen!

Bye,
Derk

grunder9
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Re: Schandfleck des Jahres

#6

Beitrag von grunder9 »

Derk hat geschrieben:
Beschwere Dich bei den Amis, die die "Revolution" in der Ukraine angezettelt haben um Europa vom russischen Gas abzuklemmen, damit ihre Industrie in Europa Fracking betreiben kann...
Derk
Gibt es zu dieser Aussage auch wirkliche Fakten?
Freundliche Grüsse
grunder
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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Derk
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Re: Schandfleck des Jahres

#7

Beitrag von Derk »

grunder9 hat geschrieben:
Derk hat geschrieben:
Beschwere Dich bei den Amis, die die "Revolution" in der Ukraine angezettelt haben um Europa vom russischen Gas abzuklemmen, damit ihre Industrie in Europa Fracking betreiben kann...
Derk
Gibt es zu dieser Aussage auch wirkliche Fakten?
Freundliche Grüsse
grunder

"Auslöser für den Protest gegen Janukowitsch war dessen Entscheidung, ein unterschriftsreifes Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union auszuschlagen und sich stattdessen Russland zuzuwenden."
"Ein Anschluss der Krim an Russland wäre für Obama ein Desaster."

http://www.wiwo.de/politik/ausland/unte ... 66296.html

"So ist Russland für Deutschland nur der zehntgrößte Handelspartner, der Import von russischer Energie ist zwar hoch - jedoch wesentlich geringer als bei den Hardliner-Staaten, zu denen neben den Osteuropäern auch Schweden gehört."

Bild

"USA wollen härtere Gangart
In der Krim-Krise werden Erinnerungen an den Kalten Krieg wach. Die USA fuhr von Anfang an eine härtere Gangart als die Europäische Union - selbst als der Konflikt noch eine innerukrainische Angelegenheit war. Die Vereinigten Staaten plädierten damals schon für ein Eingreifen des Westens. So machte die US-Europabeauftragte Victoria Nuland mit dem inzwischen legendären "Fuck the EU" ihrem Ärger darüber Luft, dass die europäischen Partner sich nach Meinung der USA zu unentschieden verhielten, als die Proteste auf dem Maidan zu eskalieren drohten."

http://www.sueddeutsche.de/politik/krim ... .1904716-2

Dass die Russen die Krim nicht sich mit dem Rest der Ukraine an den Westen anschliessen lassen war auf Grund der strategischen Bedeutung klar.
Der militärische Einmarsch war vorprogrammiert, mit dem Referendum hätte ich z.B. nicht gerechnet, dies legitimiert aber das Russische Vorgehen.

Die folgenden westlichen Sanktionen führen zu Gegensanktionen Russlands und dazu wird das Gas gehören, dass 25% des Gesamteuropäischen Bedarfes deckt.
Wenn dann aber der "böse Russe" am Gashahn dreht, kommt der "gute Amerikaner" und wäscht Gas aus Europäischem Boden, wogegen sich vorher Europa doch gewehrt hatte. Bei steigenden Preisen kann man das dem dummen Wahlvolk dann leicht verkaufen...
Bzw. mit TTIP versucht man es hinter dem Rücken des Wahlvolkes durchzuschummeln.

Bye,
Derk
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Derk
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Re: Schandfleck des Jahres

#8

Beitrag von Derk »

Bin ich grad noch drüber gestolpert worden:



Bye,
Derk

Werner
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Registriert: Di 8. Okt 2013, 21:00

Re: Schandfleck des Jahres

#9

Beitrag von Werner »

Derk hat geschrieben:
grunder9 hat geschrieben:
Derk hat geschrieben:
Beschwere Dich bei den Amis, die die "Revolution" in der Ukraine angezettelt haben um Europa vom russischen Gas abzuklemmen, damit ihre Industrie in Europa Fracking betreiben kann...
Derk
Gibt es zu dieser Aussage auch wirkliche Fakten?
Freundliche Grüsse
grunder
"Auslöser für den Protest gegen Janukowitsch war dessen Entscheidung, ein unterschriftsreifes Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union auszuschlagen und sich stattdessen Russland zuzuwenden."

Bye,
Derk
Ich denke, die Amis haben die "Revolution" nicht alleine angezettelt, da war die EU und somit wir massiv dran beteiligt, es geht um Osterweiterung der EU. Dass du dies noch mit dem TTIP zusammen bringst, finde ich interessant und durchaus möglich. Man muss auch sehen, dass die Gaslieferungen aus Russland an den großen Ölkonzernen vorbei gehen und somit kein Geschäft für diese bedeuten. Fracking hingegen wird gerade durch die Ölkonzerne betrieben.

Derzeit wird übrigens an einer neuen Pipeline gearbeitet, die das Gas auf einer südlichen Route an den ehemaligen GUS Staaten vorbei führt. Auch ein sehr gutes Projekt um Europa sicher zu versorgen.

Nun aber wieder zum Schandfleck Mekong Damm: Ich denke der Damm wird Laos kräftig stärken, die Wirtschaft dort in Gang bringen und dem Staat viel Geld bringen, und der ist kommunistisch. Das kann also nicht im Interesse der USA sein. ich würde mich nicht wundern, wenn einige NGOs die dagegen sind, von der USA bezahlt und gesteuert werden. Gegen die Verseuchung des eigenen Landes tun sie jedenfalls weitaus weniger und die auch nur halbherzig (Fracking in den USA verseucht das Wasser in vielen ländlichen, bäuerlichen Gebieten und verändert das Leben der Menschen dort massiv).

Ich war in Laos und habe auch außerhalb von Luang Prabang, dem Weltkulturerbe, Vang Vieng und Vientianne die Augen geöffnet. Sehr viele Menschen sind absolut arm. Die Häuser bestehen praktisch aus Baracken die mit Stützen an der Außenkante der Bergstraßen stehen. Die Felder sind in den Bergen an den Hängen wie Weinberge in Deutschland. Ich war ein einem Wald bei Ziegelherstellern, die alles mit der Hand machen, das Ton graben, das Formen das Schichten und das Befeuern. Also diese Menschen haben kein gutes bequemes Leben. Da lohnt sich jede Verbesserung der Situation.

W.
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