Also das mit der vorläufigen Beerdigung eines Unfalltoten habe ich vor Jahren mal mit dem Cousin meiner Frau erleben dürfen.Ich habe die Eltern gefragt, ob ich filmen dürfte- was bejaht wurde. Die Zeremonie nach 7 Jahren war dann mMn etwas sehr martialisch,nach dem Heben der Grabplatte flogen erst einmal die mitgegebenen Gadgets wie Zigaretten, Laoh Khaow und diverse Amulette(?)im hohen Bogen aus der Grabstelle. Danach murmelten die anwesenden Mönche einige Gebete und dann wurde der Schädel des Verblichenen ehrwürdig in die bereitstehende Kiste(also Stoff-Bambus-Sarg) gelegt.
Die anderen Knochen wurden dann für meine Begriffe etwas unpretentiös eingesammelt und ebenfalls in den "Sarg" verfrachtet. Bemerkenswert für mich, daß die dabei zusehenden Kinder noch auf Reste des Skeletts im bisherigen Sarg verwiesen und man diese pingeligst einsammelte.
Danach gings zum Krematorium und nach weiteren Gebeten durfte dann der ältere Bruder mit einem schlichten Feuerzeug den Sarg anzünden- die Tür wurde verschlossen und danach wurden sozusagen "Kamelle"(Geld) ins Volk geschmissen.
Während der gesamten Zeremonie standen die Eltern etwas abseits in ehrwürdiger Haltung und trauerten.
Natürlich wurde dann 3 Tage lang gefeiert- alles in allem für mich bis heute etwas gewöhnungsbedürftig !!!
@andia- ja auch bei uns gibt es so einen Fond im Dorf- meine Frau zahlt monatlich 500 Baht ein, ich glaube aber, daß die Höhe des Betrages auf einer gewissen Freiwilligkeit beruht.
Ich habe mal nachgefragt, ob meinereiner auch einzahlen könnte. Nach Rücksprache mit dem Pujay Baan wurde dem stattgegeben und so zahlen wir gemeinsam 12000 Baht pro Jahr ein. Finde ich eine gute Sache - und wenn letztendlich die Summe auch gedeckelt wird, was scherts mich- das letzte Hemd hat keine Taschen!
