Was im Udon Thai House speziell auffällt ist die durchaus sehr üppige Dekoration: hier ein Bild, dort eine Statue, hier ein Springbrunnen und dort ein Blickfang. Dabei habe Jan schon ziemlich viel ausgemistet, denn es sei völlig überladen gewesen. Als Nächstes wird der Bücherschrank, der vorwiegend Deutsche Romane aus den Siebzigern enthält (Hans Habe, Johannes Mario Simmel u.ä.) der Modernisierung Platz machen.
Besonders gelobt hat Jan seine Köchin, ihren Namen habe ich vergessen, daher hier ein Foto von den beiden in der Küche.

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Zufälligerweise waren gerade Jan's Eltern und seinen Bruder, der seit langem in Bangkok wohnt, zu Gast. Sowieso mit von der Partie war seine Schwester Kimmy, welche mitverantwortlich für den Betrieb ist und über einen Abschluss in Marketing verfügt. Zudem hat sie, wie ich, einige Semester Geschichte studiert, sie in Zürich und ich in Bern, aber beide haben wir das nicht abgeschlossen und später Studienrichtung gewechselt. Der Abend mit der Familie Schefer war ausserordentlich lustig und unterhaltsam, und keinen Moment habe ich bedauert, alleine gekommen zu sein.

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Nach zehn Uhr wollte ich langsam aufbrechen und Jimmy versuchte vergeblich ein Taxi für mich zu bestellen.
Alle hatten keine Zeit. Macht nichts, sagte Jimmy, Du kannst mit mir mit dem Motorrad kommen, ich wohne in der Nähe der Soi Sampan.

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So kam es zu einer unvorgesehenen Stunde Verlängerung, die ich mit grossem Genuss mit dem geistreichen Bruder von Jan verbrachte. Als Jimmy dann Feierabend machte und mit mir zu ihrem Enduro ging, kam mir schon ein bisschen das Bibbern. Auf diesen restlichen zwölf Zentimeter hinter ihr soll ich Platz nehmen? Jan ermahnte sie, ja nicht zu schnell zu fahren, und so war es denn auch. Währenddem ich mich an sie klammerte konnte ich über ihren Rücken auf den Tacho sehen: Höchsgeschwindigkeit war 50 km/std.
Beim Bahnhof entliess sie mich, nicht ohne mich zu mahnen, das Resort bald wieder zu besuchen. Ist doch klar, lieber Jan, Kimmy und Jimmy. In der Soi Sampathamit angekommen habe ich mich dann noch für einen Schlummertrunk entschieden. Das Bargirl sass immer noch an ihrem Platz.
Ha! arbeiten, sagt man dem.
Selber schuld.

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