tom hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 11:53
ich weiss nicht, ob Du unter den Voraussetzungen zur Risikogruppe gehörst.
Bin zwar noch fast 20 Jahre vom Rentenalter entfernt, aber ja ich gehöre durch meine Immunerkrankung zu der Risikogruppen. Hatte zudem vor kurzem einen bakteriellen Infekt und bin noch auf Antibiotika. Also im Moment ein noch reduzierteres Immunsystem als sonst....
tom hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 11:53
Einerseits sind die Fallzahlen auch nach der 2. Lockerung vor rund 2 Wochen immer kleiner geworden und inzwischen auf stabilem tiefen Niveau.
Pandemien wie auch Epidemien kann man als Laie etwas verstehen, wenn man ein grundliegendes Verständnis für Mathematik und Zahlen hat. Das Risiko angesteckt zu werden hat vor allem mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Aktuell sind sehr wenig als Infiziert getestet worden, trotz der grossen Anzahl durchgeführten Tests. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich anstecken kann und das Virus weiter tragen kann sehr gering. Und das ist auch gut so und wird hoffentlich so bleiben.
Der grösste Faktor der dazu beigetragen hat ist die Vermeidung von Massenansammlungen über einen längeren Zeitraum. Darunter leiden verständlicherweise unsere Fussballbegeisterte, Konzertliebhaber etc. und es gibt bestimmte Bereiche wie diese mit sehr grossen Einschränkungen.
tom hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 11:53
Richtig dass wir mit diesem Virus noch eine Weile werden leben müssen....
...Und zweitens ist es inzwischen so wie ich dies gelesen habe sehr unwahrscheinlich, dass man sich während so kurzen Kontakten wie in einem Lebensmittelgeschäft anstecken würde.
Mir geht es darum, das ich nicht verstehe warum es für so viele Menschen schwer fällt, sein eigenes Verhalten gerade in Bereichen wo es praktisch zu keinen Einschränkungen kommt ein kleines bisschen anzupassen. Alles was zu Einschränkungen führt kann ich gut nachvollziehen. Aber nicht dort wo es zu sehr geringen Einschränkungen führt und mit nur einem ganz kleinen Aufwand umzusetzen ist. Dort fängt bei mir gesellschaftliche Solidarität an.
Wer es nicht schafft im normalen Alltag ohne grossen Aufwand ein bisschen Abstand zu halten, wie soll es dann dort funktionieren wo es wichtig wird...?
tom hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 11:53
Aber dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man es mit der Aengstlichkeit nicht übertreibt. Dass Du unter diesem Gefühl eine Schutzmaske trägst, finde ich gut. Dies gibt Dir etwas Sicherheit
Wann man es mit "Ängstlichkeit" übertreibt ist natürlich eine sehr individuelle Angelegenheit. Ich bin während dem ganzen Lockdown täglich beruflich unterwegs gewesen und nie eine Maske getragen. Einfach weil etwas Distanz sehr gut funktioniert hat und mehr nicht nötig war. Es beruht nichts anderes als auf gegenseitigen Respekt und etwas Rücksichtsnahme. Also ich habe mich nie zu Hause "eingesperrt" wie das diverse Leute empfunden haben, sondern mit kleinen Einschränkungen normal weitergemacht.
Ich bin überhaupt kein Freund von unnötigem Maskentragen. Aber was ich gestern beim Einkaufen erlebt habe, führt bei mir, dass ich mich in einem solchen Getummel zwar nicht mit einer Hygienemaske sondern einer FFP2 schützen werde, obwohl eigentlich nicht unbedingt nötig...