Pattaya 4.0 oder für immer?

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ZH-thai-fun
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#591

Beitrag von ZH-thai-fun »

Ich kann Dir einfach nur alles erdenklich gute wünschen.
Übrigens, war ich ende 80ziger Mitgründer des früheren (Blumen Haus AIDS) Zürcher Lighthouse und habe vor allem anfans der 90zier an Weihnacht-Aktionen im Zürichrr HB viele Spenden dafür sammeln können.
Grenzen sind imaginär. Darum, fließt Wasser, Mammon und Blut.

Fredfeuerstein
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#592

Beitrag von Fredfeuerstein »

Vielen Dank für deine Wünsche, ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute, komme gut in die Schweiz zurück, und dass dann in der Schweiz alles super läuft, vom Wohnen übers Einleben, die Therapien, jegliche Unterstützung, usw. ...
Vielleicht meldest du dich ja mal von dort und berichtest, wie es dir ergeht, die Webadresse solltest du auf deinem Smartphone oder Laptop haben ;-)

Liebe Grüße aus Thailands Norden!
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#593

Beitrag von mungg »

Fredfeuerstein hat geschrieben:
Do 5. Sep 2024, 05:16
Vielleicht meldest du dich ja mal von dort und berichtest, wie es dir ergeht,
Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Es ist eine Lebenserfahrung, die sicher speziell aber vielleicht für den Einen oder Anderen inspirierend ist, wie das Leben eine Wende nehmen kann. Ich habe nicht gehört, wie laut eine höhere Macht lachte, als ich den Plan machte, nach Thailand auszuwandern.

Spital gestern war ein Reinfall. Hat nur ein Haufen Geld und Kraft gekostet. Ich weiss zwar jetzt, dass ich einen Ermüdungsbruch des Kreuzbeins und keine Knochenmetastasen habe. In der Praxis hilft mir das nicht. Man kann das nicht bandagieren, nur ruhig stellen. In der REHA, wo sie mir eine Bandage verpassen hätten sollen, hatte keiner eine Ahnung, was ich brauche. Ich wurde gefragt, was ich will. Ein bisschen Physio? Nach ewiger Warterei, wo wieder keine Mensch informierte, dass sie den Arzt zum Fragen nicht erreicht, stellte sich heraus, dass sie nichts anderes als normale Rückenbandagen zu bieten haben. Einen solchen habe ich zuhause und nützt nicht viel. In Anbetracht dessen, dass der Bruch möglicherweise auf schwache Knochen (beginnende Osteoporose) zurückzuführen ist, ist ruhigstellen kontraproduktiv wegen dem Kalziumstoffwechsel. Ich bin ja so froh, dass sie mich mit allerlei unnötigen Medis zudröhnen wollen, jedoch keiner der vielen Ärzte trotz Langzeit Steroiden an Osteoporose Prophylaxe denkt. Für die minimale Wahrscheinlichkeit eines epileptischen Anfalls wegen der Hirnmetastasen wurde ich im Bumrungrad gleich vom ersten Tag an mit Epilepsiemedis mit starken Nebenwirkungen behandelt, ohne gefragt zu werden. Ich wurde auch tagelang gegen Verstopfung behandelt, obwohl ich der Krankenschwester tagelang sagte, dass ich Durchfall hätte. Erst als ich begann, die Medis zu recherchieren und die Einnahme zu verweigern, trat wieder Besserung ein. Ich bin so stinkesauer.

Gestern habe ich dann noch einen Reminder gekriegt, dass ich morgen im Bumrungrad einen Termin bei meinem Onkologen hätte, wovon ich keine Kenntnis hatte. Habe ich natürlich gleich abgesagt mit der Vorwarnung, dass sie gleich alle weiteren
allfälligen Termine canceln sollen. War ja wieder das absolute Chaos, als ich im Bumrungrad entlassen wurde. Die Krankenschwester hat kein Wort Englisch verstanden. Nicht mal, dass ich nix verstehen und einen Dolmetscher will. Nicht eine Untersuchungen war so eingeplant, wie mit dem Arzt abgesprochen. Ich bin dann einfach gegangen. Das Bumrungrad habe ich deshalb abgeschossen und meinen Fall komplett an die Onkologin in Pattaya übertragen.

So, jetzt darf ich mich nebst der Erschöpfung auch noch zwei Monate mit dem Kreuzbeinbruch rumplagen. Idioten.

Sorry, für den heute weniger freundlichen Eintrag. Aber irgendwo muss ich mal ablassen. Ach ja, Zahnarzt war auch wieder nur Bla, bla. Nichtmal die Reinigung haben sie gemacht. Wenigstens haben sie nicht berechnet, nur meine wenige Kraft und Lebenszeit gestohlen.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#594

Beitrag von mungg »

Game over!
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Ich brauchte etwas, woran ich mich festhalten kann. Also habe ich gestern den Flug in die Schweiz gebucht. Thai Business wäre wesentlich günstiger gewesen, jedoch nur mit vergleichsweise sehr wenig Freigepäck. Der Preis für zusätzliches Gepäck bei Thai jenseits von gut und böse.

Die Unterlagen für die Anmeldung beim Pflegeheim sind nun auch komplett und gestern auf die Reise gegangen. Ich hoffe, dass das mit dem Pflegeplatz klappt, wie geplant. Ankunft Zürich 29.10, eine Nacht bei meiner Cousine, 30.10. anmelden auf der Gemeinde (wenn nicht vorher möglich), danach Eintritt ins Pflegeheim. Ich hab das jetzt hier so aufgeschrieben, damit das auch minutiös so funktioniert. Ich hoffe, dass ich dann nicht an diesem ersten Tag für Eintrittsgespräche etc. präsent sein muss, denn das schaff ich kräftemässig nicht mehr, auch wenn man es mir nicht ansieht.

Drückt mir bitte die Daumen, dass sich mein Zustand flugtauglich hält.

Zum Glück hat das mit den Kreuzbeinschmerzen nicht zwei Monate gedauert. Ab dem dritten Tag Kalzium und Vit. D. hochdosiert haben sich die Schmerzen halbiert und sind nun bereits nicht mehr zu spüren, wenn ich mich vorsichtig bewege. Ich hatte am Donnerstag die zweite Chemo, die ich bis jetzt soweit gut vertragen habe. Ende September/Anfang Oktober habe ich wieder Kontroll-MRI und -PET/CT Scan, um zu sehen, ob diese Chemo greift oder ob das Medikament nochmals gewechselt werden muss. Es gibt einige Unklarheiten bezüglich der erste Therapie, wo nach meinen Recherchen klar war, dass die Chancen praktisch null sind, dass die was nützt. Da werde ich im USZ einen Spezi fragen, ob er das auch so sieht. Ich habe alle meine Unterlagen gesichtet. Für meinen Krebs mit entsprechenden genetischen Merkmalen gibt es keine gezielte Therapie. Also ist es eine Rumpröbelei, die Zeit kostet. Denn man sieht jeweils erst nach sechs Wochen auf den Kontrollbildern, ob die Knorrlis geschrumpft, gleich geblieben oder gewachsen sind. Man muss also die ganzen Nebenwirkungen in Kauf nehmen, ohne zu wissen, ob es was bringt. Wenigstens sind die Nebenwirkungen noch in einem akzeptablen Rahmen.
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ernte
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#595

Beitrag von ernte »

Liebe mungg ich drücke dir die Daumen aber so was von fest. Mögen alle deine Pläne in Erfüllung gehen. :ymhug:
Unserer Asia Markt https://wk-asiamarkt.de/
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#596

Beitrag von mungg »

Gestern Nacht ist nun auch noch meine Katze gestorben. Mein Augapfel, meine Seelenverwandte..... Wieviel Leid muss ein Mensch ertragen, bis es mal aufhört?
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Michaleo
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#597

Beitrag von Michaleo »

mungg hat geschrieben:
So 15. Sep 2024, 06:01
Gestern Nacht ist nun auch noch meine Katze gestorben.
Vielleicht hat sie gespürt, dass Du in die Schweiz zurückkehrst.
Freundliche Grüsse :)
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#598

Beitrag von mungg »

Michaleo hat geschrieben:
So 15. Sep 2024, 09:34
Vielleicht hat sie gespürt, dass Du in die Schweiz zurückkehrst.
Sie hat aufgehört zu fressen, als ich mit Dr. Kwanchai vereinbarte, dass er sie am 30.9. abholt, um sie an ihren neuen Platz zu bringen. Dann habe ich sie in die Klinik gebracht. Gestern habe ich den Flug gebucht und in der Nacht ist sie gestorben. Sie hatte einige gesundheitliche Baustellen. Letztes Jahr hatte sie einen schweren Leukose-Schub. Drei Wochen war sie in der Klinik. Ich habe sie jeden Tag besucht, bis sie wieder Futter annahm. Sie hat für mich gekämpft. Dann ging es ihr ein Jahr soweit gut. Erste Krise dann, als ich nach der Diagnose vom Spital zurückkam. Ich glaube auch, dass sie nicht von mir weg wollte. Vielleicht beschützt sie mich jetzt vor weiteren "Katastrophen". Ich könnte eine solche Hilfe wirklich gut gebrauchen.
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#599

Beitrag von mungg »

Lucky wurde kremiert und ihre Asche steht mal noch auf dem Couchtisch bis ich sie im Garten beisetze. Sie gibt sich alle Mühe, mich zu beschützen. Meine Cousine hat gestern grünes Licht von der Gemeinde bekommen. Der Platz im Pflegeheim ist mir sicher. Zudem möchte die Heimleitung, dass ich mich erst eine Woche ins Spital in Quarantäne begebe, um vulnerable Heimbewohner nicht zu gefährden, sollte ich einen fiesen Erreger in mir tragen. Ganz abwegig ist das nicht. Mein Immunsystem ist mit Chemo und Steroiden ziemlich gefordert. In dieser Woche Quarantäne kann ich mich dann auch gleich von den Strapazen der Vorbereitungen und des Fluges erholen, was mir sehr entgegenkommt. Manchmal werden Wünsche wahr.

Verantwortliche Mitarbeiter der Gemeinde und meine Cousine haben sich echt ins Zeug gelegt für mich, um mir eine möglichst entspannte Rückkehr zu ermöglichen. Und das obwohl nur meine Cousine dort wohnt, ich jedoch noch nie dort wohnte. DANKE DANKE DANKE.

Der Grossteil meines Vermögens ist bereits in die Schweiz transferiert, was sich nicht bei jeder Bank gleich einfach gestaltet, wenn das Geld nicht direkt vom Schweizer Konto aufs Thaikonto überwiesen wurde (z.B. mit Wise).

Jetzt muss ich noch das Motorrad verkaufen und Aussortieren zum Packen. Das mache ich dann nach der nächsten Chemo. Es stehen auch noch Untersuchungen an, wovon ich eine in Bangkok machen muss. Drückt mir die Daumen, dass sich mein Zustand weiter gut hält, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen mit Anzahl der Chemos steigt. Diesmal hatte ich drei Tage Übelkeit und eine Woche Verstopfung. Alles behandelbar. Je nachdem wie es mir nach der nächsten Chemo geht, werde ich entscheiden, ob ich die letzte Chemo vor dem Flug noch mache oder nicht. Wenn ich eh als erstes ins Spital muss, könnten sie mir die Chemo vielleicht mit einer Woche Verspätung auch im Spital in der Schweiz verabreichen.

Allen eine gute Zeit, wo auch immer ihr seid.
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Andia
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#600

Beitrag von Andia »

Alles Gute für dich. :wai:

Was ich fragen wollte, wie hast du das Problem mit der Rechnung vom Krankenhaus gelöst?
Hat das Krankenhaus direkt mit der Bank abgerechnet?
Ich liebe Thailand. :-
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