SARS-CoV-2/COVID-19

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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#991

Beitrag von tom »

Das Video wird übrigens auf Facebook gesperrt....

Gruss Tom
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#992

Beitrag von Michaleo »

Celmar hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 20:24
Habe heute ein Link zu einem interessanten Video erhalten.
Sind interessante Aspekte dabei aber auch eine gehörige Portion Aluhut.
Hoppla, das ist starker Tobak.
Ich denke halt, und weiss, dass das schwammig wirkt, das alle ein bisschen recht haben.
Freundliche Grüsse :)
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ZH-thai-fun
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#993

Beitrag von ZH-thai-fun »

Celmar hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 20:24
Weshalb alle Staaten mitziehen? Niemand will sich im Nachhinein für falsches Vorgehen verantworten müssen.
Dass, und der Druck des Volkes lässt viele Politiker zur *Sicherheit" (Herdentrieb) greifen. Ich selber denke so differenziertes vorgehen wie z. B. in Schweden ist sehr notwendig um später bessere Entscheide treffen zu können.
Grenzen sind imaginär. Darum, fließt Wasser, Mammon und Blut.
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#994

Beitrag von Joe »

tom hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 19:46
Michaleo hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 19:11
Also zum Schutz von Leuten wie ich waren sie wahrscheinlich schon nicht furchtbar falsch.
Ich weiss nicht, Michu... klar, Du hast Vorerkrankungen... aber in der Schweiz leben 1,5 Millionen Menschen welche 65 Jahre oder älter sind. Es sterben über 20'000 Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen (inkl. Infarkte) jedes Jahr... über 110'000 Menschen werden Jahr für Jahr wegen diesen Erkrankungen hospitalisiert. Nun wird ja eben davor gewarnt, dass wenn man keine so krassen Massnahmen getroffen hätte, die Spitäler sofort überlastet gewesen wären mit Ernstfällen. Und genau dies meine ich ja mit meiner Aussage... Wäre dieses Convid-19 eine Grippe, würden dann wirklich so viele Menschen deswegen ins Spital gehen und dort behandelt werden müssen? Oder würden sie, wie die meisten der 25'000 Deutschen in der Grippesaison 2017/2018 einfach zuhause sterben? Ich weiss es auch nicht... wie sollte ich es auch.

Gruss Tom
Das glaube ich eben nicht. Ich glaube auch nicht, dass die Vielzahl der besagten 25.000 Tote bei der Grippeepidemie zu Hause gestorben sind. Fast jeder kommt in so einer Situation ins Krankenhaus und verstirbt dort. Der Unterschied dürfte gewesen sein, dass damals - ehrlich gesagt weiß ich inhaltlich wenig darüber, wie der medizinische Ablauf war - vermutlich kein langer Intensivaufenthalt mit künstlicher Beatmung angebracht war.

Und das ist eben heute das Hauptproblem. Was macht das Gesundheitssystem, wenn die Kapazitäten der Intensivbetten mit Beatmung erschöpft sind und man jeden neuen Fall, der zum Überleben so ein Bett benötigt, sich selbst überlassen muss? Ich hoffe, dass wir diese Situation, in der sich Italien und Spanien bereits befinden, hier nicht erleben müssen. Und ich hoffe, dass wir dann auch nicht die Diskussionen um Verantwortlichkeiten führen müssen.

Zum "Fall Schweden": das ist ein schönes Experiment - wenn es aber schief geht, ein ziemlich tödliches... Das Problem ist eben, dass ich die Auswirkungen frühestens 14 Tage später erkenne. Bis ich dann auf der Basis der neuen Erkenntnisse neue Entscheidungen treffe ("Notbremse ziehe") und diese Entschedungen umsetze, sind mindestens 3 Wochen vergangen. Bei einer ungebremsten Ausbreitung habe ich - nach aktuellen Erkenntnissen - eine Fallverdopplung alle 3 Tage. Das heißt also, nach 3 Wochen habe ich 2^7 Fälle. Habe ich zu Beginn 1000 Fälle, habe ich bis zum Beginn der neuen Maßnahmen 128.000 Fälle. Und bis die Maßnahmen dann greifen weitere 14 Tage. Wenn wir dann mit Verdoppelung alle 5 Tage rechnen, sind wir bei fast 1.000.000 Fälle. Ich hoffe, Schweden muss diese Rechnung nicht machen...
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#995

Beitrag von Joe »

ZH-thai-fun hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 22:43
Celmar hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 20:24
Weshalb alle Staaten mitziehen? Niemand will sich im Nachhinein für falsches Vorgehen verantworten müssen.
Dass, und der Druck des Volkes lässt viele Politiker zur *Sicherheit" (Herdentrieb) greifen. Ich selber denke so differenziertes vorgehen wie z. B. in Schweden ist sehr notwendig um später bessere Entscheide treffen zu können.
Wie gerade geschrieben. Aus wissenschaftlicher Sicht und als Lehre für günftige Epidemien sicher sehr interessant, so ein Vergleichstest. So werden auch klinische Tests durchgeführt: 2 Vergleichsgruppen mit unterschiedlicher Behandlung. Aber so ein Experiment kann auch ziemlich aus dem Ruder laufen...
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#996

Beitrag von Joe »

Werner hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 18:46
Also, entweder man hält es aus dass Hunderte sterben wie in Korea oder Japan oder man zieht das in die Länge wie in Deutschland derzeit.

W.
Mich wundert, dass Du das so lapidar siehst, Werner. Immerhin hast Du ja selbst bereits geschrieben, dass Du persönlich von der Situation betroffen bist. Wir reden ja auch nicht von Hunderten, sondern nur in Italien von bereits mehr als 10.000. Und die Gesamtzahl wird durch die USA bald extrem nach oben gehen...

Ich würde es auch nicht "in die Länge ziehen" sondern "als "Zeit gewinnen" bezeichnen. Versuchen, wieder einigermaßer die Kontrolle zu erlangen. Zeit, die uns die erste Welle überstehen lässt und die uns - hoffentlich - näher in Richtung Wirk- oder Impfstoff bringt.

Und sich genau zu überlegen, wie wir eben auf Dauer weiter machen können - immer so schön als Exit-Strategie bezeichnet. Ich denke, es ist allen klar, dass Gesellschaft und Wirtschaft einen kompletten Stopp, der länger als 2 Monate dauert, nicht aushalten wird.

Ich packe mal meine Glaskugel aus (sprich: alles was jetzt kommt ich reine persönliche Spekulation) und sehe, dass in Berlin und anderen Orten politischer Entscheidungen (und sicher auch in Bern, Wien, Paris und allen anderen entsprechenden Orten - ok, bei Washington bin ich mir nicht ganz so sicher...) genau beobachtet wird, welche Maßnahmen wo angewandt werden und welche Ergebnisse dies (2-3 Woche später) hat. Daraus wird man neue Entscheidungen ableiten, die ab Ende April gelten, wenn die Rahmenbedingungen (= Anzahl der Infektionen und Neuinfektionsrate) es zulassen.

Welche Maßnahmen sind das?
  • Umfangreiche Tests - auch auf Antikörper (zur Erfassung der tatsächlichen Fälle und damit Immunität - Stichwort: Herdenimmunität)
  • Es werden Trackingmethoden verwendet, die Kontaktwege schneller erkennen lassen.
  • Das "Versammlungsverbot" für mehr als x Personen wird vorerst bestehen bleiben.
  • Der Mindestabstand bleibt bestehen.
  • Restaurants öffnen wieder, aber müssen den Mindestabstand gewährleisten.
  • Im öffentlichen Raum werden Masken vorgeschrieben (zumindest empfohlen...)
  • Firmen dürfen wieder öffnen, müssen aber den Mitarbeitern den Mindestabstand ermöglichen.
  • Wo möglich, wird Homeoffice weiterhin empfohlen.
  • Personen über 70 Jahren wird dringend empfohlen, Kontakte zu vermeiden - iodealerweise weiter zu Hause zu bleiben.
So wird versucht, die Infektionsrate weiter "geordnet niedrig" zu halten, aber langsam zur Herdenimmunität zu kommen, ohne dass die Wirtschaft zu sehr leidet.

Wie gesagt - reine Glaskugel. Mal sehen, wie gut sie funktioniert...
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Udo Nthani
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#997

Beitrag von Udo Nthani »

Eine Statistik mal von der anderen Seite betrachtet:

03F7D61F-AF51-4F47-9212-7684D8BD25BC.png
03F7D61F-AF51-4F47-9212-7684D8BD25BC.png (436.04 KiB) 2450 mal betrachtet


Ich enthalte mich jeglichem Kommentar und weiß, das keine Statistik perfekt ist.
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#998

Beitrag von tom »

Joe hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2020, 00:13
Wenn wir dann mit Verdoppelung alle 5 Tage rechnen
Diese Rechnung ist eben falsch, Jörg, wurde auch schon in den Medien darüber informiert. Der Grund ist dass mit der Zeit immer wie mehr Menschen immun gegen das Virus werden und eben dann nicht erkranken. Es gibt jetzt ja schon Fachleute welche warnen, dass der Lockout nicht zu lange dauern darf, weil zu wenig Menschen eine Immunität gegen das Virus aufbauen können und dann, in der nächsten Welle (welche auf jeden Fall kommt) nochmals ein ähnliches Desaster wie jetzt drohen würde.

Gruss Tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#999

Beitrag von tom »

Joe hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2020, 00:13
Der Unterschied dürfte gewesen sein, dass damals - ehrlich gesagt weiß ich inhaltlich wenig darüber, wie der medizinische Ablauf war - vermutlich kein langer Intensivaufenthalt mit künstlicher Beatmung angebracht war.
Und weshalb hat man diese medizinische Abläufe nicht gemacht, wenn man am Schluss eine Zahl von 25'000 Toten hat? Nach einer Grippesaison welche freilich nicht 12 Monate dauerte... Wie Du bin auch ich nicht Mediziner oder Forscher oder Virologe oder was auch immer... Aber vor gut 2 Jahren nahm man es offenbar in Kauf, dass 25'000 Menschen während 3 Monaten an einer Grippewelle sterben. Ich will nicht despektierlich tönen, ich habe mein Vater am Beatmungsgerät gesehen, 3 Stunden bevor er dann sterben durfte... Ich weiss was es bedeutet, jemanden sterben zu sehen. Aber für mich sind dies halt auch Fragen die zur Bewältigung der Krise gehören.

Gruss Tom

grunder9
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1000

Beitrag von grunder9 »

Bei COVID-19 ist das Problem nicht die Anzahl der Toten. Sondern, dass dieses Virus wie schon mehrmals erwähnt zu einem Zusammenbruch des Gesundheitswesens führt wenn es nicht bekämpft wird.
Ohne eingreifen der Behörden wäre es auch wahrscheinlich, dass gesellschaftlche Strukturen verloren gingen. Jeder würde nur für sich schauen. Das könnte bis zur Anarchie gehen. Beispiele dazu sind die Hamsterkäufe und Anbieter von Schutzmaterialien die Fantasiepreise verlangen.
So wie es jetzt z.B. in der Schweiz läuft, wo man sieht, dass sich die Regierung bemüht möglichst vielen Menschen zu helfen, ist auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gross.
Freundliche Grüsse
grunder
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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