Für einen Zwei-Wochen-Strandurlauber sind die Bestimmungen natürlich unannehmbar. Ich kenne aber - vielmehr habe ich virtuellen Kontakt mit - zwei Farang die in DACH sind und zurück zu ihren Familien in Thailand möchten. Die wären froh, wenn Thailand die Einreise-Restriktionen auch so handhaben würde.
In Thailand gilt vorläufig noch: nur mit einem Work Permit und speziellen Dokumentationen der Thai Botschaft (Antrag einzeln bewilligt vom Wirtschaftsministerium in Bangkok) darf ein Farang einreisen. Die Kambodschaner sind da lockerer: wer das etwas unbequeme Checkin-Programm bei der Einreise auf sich nehmen will, darf kommen. Das kann man durchaus als Filter sehen: nur wem eine Reise nach Kombodscha wichtig genug ist, lässt sich damit nicht aufhalten.
ich finde das fair. Besser als eine Lotterie (wie USA grenn card) oder wirtschaftlichen Nutzen nachweisen (wie Thailand) oder nach Herkunftsland (wie Schengener Raum). Sondern nach dem persönlichen Bedürfnis orientiert.
Die Kosten sind fair. Es geht um Grössenordnung 200 bis 300 USD - wenn alles gut läuft, oder zwei/drei Tausend USD wenn einer positiv getestet wird.
Die Regeln sind nicht in Stein gemeisselt. Sie können, wenn sich die Lage normalisiert, gelockert werden.
Als bekennender Massentourismus-Gegner halte ich die kambodschanischen Bestimmungen für nachahmenswert. Touristen, die sich für Land, Leute und Kultur interessieren, lassen sich damit nicht abhalten. Die Massen der Urlauber, die nur zur Abwechslung ihr Bier mal statt zu Hause an einer tropischen Strandbar trinken wollen, jedoch sehr wohl. Weltweit ist die Corona-Pandemie noch nicht so unter Kontrolle, dass Massentourismus-Stöme in Ländern, die bisher weitgehend verschont wurden, willkommen geheissen werden sollten.
Mit freundlichen Grüssen
Thedi