dogmai hat geschrieben: Aber ich kann versichern, daß beide Anschläge hier in Thailand, zumindest dort, wo ich an Gesprächen teilhaben kann, nicht das große Thema so sind,
So ist auch meine Erfahrung.
Die auf Facebook ausgedrueckte Beileid Bekundung wird von einigen gebracht und dann werden einfach diese Posts geteilte. Egal was wo passiert, es wird so gehandelt. Es ist wie mit den Fotos oder Texten die man posted, es wird einfach geliked. Soll ja die Sozial Aktivitaet anregen und einem ins gute Licht stellen.
Klar, daß man darüber spricht, klar, daß es interessiert. Aber ihr alle schreibt von euren faceboo-Eindrücken. AUF DER STRASSE ist es aber nicht das Thema, und facebook ist eben nicht das Leben, auch wenn das mancher so sieht. Ich für mich nehme Anteil, aber ich beteilige mich nicht an Spekulationen. Und alles, was bisher geäußert wurde, sind eben nur und ausschließlich Spekulationen. Für den einen führt die Spur zu den Rothemden, für den anderen zu den Uiguren, der dritte sieht die Täter in Südthailand. Und??
Das ist ja klar, dass Leute die jeden Mist auf Facebook weiterverbreiten sich natürlich auf diesen Bombenanschlag stürzen und diesen auf ihren Seiten breitklopfen. Wie auch viele Farangs die gerade in Thailand weilen oder hier leben und nun das Gefühl haben, dass sie knapp dem Tode entronnen sind. Ob das echte Anteilnahme ist oder ob die Leute eben nur "dabei sein" wollen, lasse ich mal offen. Hier im Dorfe wurde der Bombenanschlag natürlich auch zur Kenntnis genommen, aber er scheint nicht das grosse Thema zu sein.
Freundliche Grüsse
grunder
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
Na ja, wenn es in D oder A oder CH einen jahrelangen Konflikt gäbe in welchem schon Tausende Mitbürger ums Leben gekommen sind, dann würden mich 20 mehr oder weniger auch nicht gross berühren...
Dass sich die Thais sehr oft desinteressiert darüber zeigen was in anderen Gebieten passiert als dort wo sie wohnen ist ja bekannt. Mit dem Glauben hat dies alles nichts zu tun. Es ist auch bei alltäglichen Geschehnissen nicht anders. Gut finden muss man dies ja nicht.
Durchaus gut, gelegentlich auf den Unterschiede der realen und virtuellen Welt hingewiesen zu werden, auch wenn das inzwischen verwoben sein dürfte.
Sicher hat Dogmai recht, mit der Aussage, dass das Attentat im Alltagsgespräch weniger diskutiert wird, wohl abnehmend, je weiter die Leute vom Geschehen sind.
Dennoch zeigt, die Präsenz in den Sozialen Netzwerken, dass es die Leute bewegt und beschäftigt. Dies ist heute auch eine Kommunikationsform, sogar eine in der Artikuliert wird, was im Smalltalk an der Bushaltestelle oder in der Kantine nicht ausgesprochen wird.
Mir viel halt auf, dass bei meinem TH-FB-Freunden dies auffällig präsent war, was sonst selten bei politischen Dingen der Fall ist.
Ich finde es normal darüber zu diskutieren und auch zu spekulieren. Das macht die Presse ja auch. Dank der Plattformen haben wir heute alle die Möglichkeit 'mitzureden'.
Das ist der Unterschied zwischen freier Meinungsäußerung und einem vielleicht diktatorischen System, in dem die Leute auf die offizielle Darstellung warten und diese dann unkritisch hinnehmen.
Ich denke es ist sogar wichtig, dass auf FB&Co. darüber getwittert wird. Das zeigt parallel die große Explosion in China, bei der das Regime nicht mehr ohne weiteres eine offizielle Darstellung mit Vertuschung von Schäden und Spätfolgen als Wahrheit erklären kann.
Zuletzt geändert von Westfale am Mi 19. Aug 2015, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
Westfale hat recht mit seinen Aussagen. Zum Beispiel war es auch auf Facebook und Twitter wo thailändische Stars ihre Follower aufgefordert haben darauf zu verzichten, weiterhin schreckliche Bilder zu teilen. Weil genau solches der Wunsch der Terroristen sei. Auf solches hören insbesondere Jugendliche schon oft. Und finden es dann plötzlich uncool was sie taten. Von dem her sind die Social Medias nicht per se schlecht.
Mit was Westfale absolut recht hat: die Kommunikationswege von heute sind mit denen vor 20 Jahren nicht mehr zu vergleichen. Vielleicht mit ein Grund dass Member von Foren in welchen wie hier eine eher höhere Altersstruktur herrscht solche Threads auch immer unterschiedlich bewerten.
eure zurückhaltung in ehren, aber brauchen wir wirklich eine diskussion darüber, ob und wo man drüber diskutieren darf? (<- resp. eine diskussion hierüber ;) )
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