Pattaya 4.0 oder für immer?

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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#571

Beitrag von mungg »

atmik hat geschrieben:
Di 20. Aug 2024, 20:40
Darf man fragen, was für Kosten werden dir jeweils für was berechnet (oder deiner Krankenkasse)?
Ich habe einen Selbstbehalt von 250 Euro pro Jahr. Schadensumme ist 3 Mio. Euro pro Jahr. Teilweise bezahlen sie die Medikamente nicht, die mir vom Krankenhaus nach Hause mitgegeben werden. Ich bin noch nicht drauf gekommen warum. Ich werde irgendwann mal nachfragen, hat für mich aber derzeit keine Priorität.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.

camaro63
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#572

Beitrag von camaro63 »

auch von mir alles gute und weiterhin viel Kraft. Ich begleite meine Partnerin, wie schon mal irgendwo geschrieben, jetzt seit mehr als einem Jahr bei Ihrer Krebstherapie und ja es funktioniert oder eben nicht, überall gleich.
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atmik
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#573

Beitrag von atmik »

mungg hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2024, 00:06
Das machst du super. Merkst du schon was? Bei mir wurde die Haut im Gesicht innert weniger Tage straffer. Ausserdem ist mein Blutdruck jetzt wie bei einer 20-jährigen.
Rauchen:
- Komischerweise merke ich nichts, meine Haut wurde nicht straffer
- Ich fühlte gar keinen Nikotin Entzug, gar nichts
- "Nur" die Schaltung: Belohnung - Lust - Gesellschaft - Freude - Langeweile etc etc ist noch voll da und gibt täglich mehrmals den Impuls eine zu nehmen, diesen Impuls überlagere ich mit der neuen Impulsschaltung: IF "want Smoke" THEN "Deny" the feeling
- Ich denke das wird sich nie ganz legen, ich darf dem Verlangen nicht einmal nachgeben, sonst habe ich verloren, jetzt rauche ich schon seit 13 Tagen nicht mehr
- Ersatzdroge sind: Salzstängeli, immer wenn ich fummeln will, nehme ich Salzstängeli als Ersatz, bis jetzt geht es gut damit

Blutdruck:
Blutdruck ist von Hoch/Normal - Grad 1 zu Optimal - Normal gesunken

Ich möchte auf keinen Fall einen Rückfall haben, jetzt habe ich es geschafft und wenn ich noch n bisschen Glück habe schramme ich an einer Katastrophe vorbei

Beste Grüsse und bleib stark, dämpfe nicht deinen Lebenswillen, jetzt, wo du in Amazing Thailäänd bist. Ich hoffe das schaffe ich auch so wie du....


Attila
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Damnam
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#574

Beitrag von Damnam »

Liebe Regula

Alles Gute auf Deinem Weg, ich fühle mit Dir. Ich habe den Kampf gegen den Krebs (bis heute) gewonnen. Es braucht viel Zeit, Nerven und Schmerzen ertragen. Medikamente helfen teils, aber nicht immer.

Alles Gute und viel Kraft.

Kämpfe !!

Martin
______________
Chok dee

Damnam
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#575

Beitrag von mungg »

Mittlerweile weiss ich, was die neue Situation bedeutet. Es bleiben mir noch etwa 12 bis 24 Monate. Gibt natürlich auch Ausnahmen, wo es schneller oder länger geht. Fliegen darf ich übrigens erst wieder, wenn die Thromben weg sind. Für den Fall, dass ich in der Schweiz weitermachen will mit Therapie.

Heute habe ich auf dem Dachgarten des Spitals einen amerikanischen Pastor kennengelernt, dessen Frau hier behandelt wird. Wir sind ins Gespräch gekommen und irgendwann kam dann auch meine Diagnose zur Sprache. Er hat mich gefragt, ob er für mich beten darf und das hat er dann gemacht. Ich hatte heute also eine direkte Linie zu einem, der was zu sagen hat. :) Ein gutes Zeichen?
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.
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SomTam
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#576

Beitrag von SomTam »

Mir fehlen die Worte.
Ich wünsche Dir nur das Beste und dass Du den Krebs besiegst.
Es Grüsst
SomTam

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein

Werner
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#577

Beitrag von Werner »

mungg hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2024, 10:53
Mittlerweile weiss ich, was die neue Situation bedeutet. Es bleiben mir noch etwa 12 bis 24 Monate. Gibt natürlich auch Ausnahmen, wo es schneller oder länger geht. Fliegen darf ich übrigens erst wieder, wenn die Thromben weg sind. Für den Fall, dass ich in der Schweiz weitermachen will mit Therapie.

Heute habe ich auf dem Dachgarten des Spitals einen amerikanischen Pastor kennengelernt, dessen Frau hier behandelt wird. Wir sind ins Gespräch gekommen und irgendwann kam dann auch meine Diagnose zur Sprache. Er hat mich gefragt, ob er für mich beten darf und das hat er dann gemacht. Ich hatte heute also eine direkte Linie zu einem, der was zu sagen hat. :) Ein gutes Zeichen?
Ich wünsche dir Kraft.

Zum Pastor. Ja, ja, klar, das ist gut, nimm jede Hilfe an die du bekommen kannst. Auch dies ist gut für dich. Auch wenn du nicht der amerikanischen Kirche angehörst. Vielleicht schaust du auch mal in einem Tempel was die Thais noch so haben außer den westlichen Kliniken.

Ich bete nicht, aber ich denke an dich und hoffe das es gut wird, Werner.
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#578

Beitrag von mungg »

Das Sterben ist nicht das Problem. Ich habe zu viele Hindernisse, die meine Lebensqualität negativ beeinflussen, wie z.B. sprachliche Barrieren, die sich mit den zunehmenden kognitiven Schwierigkeiten verschärfen. Ich habe hoffentlich diese Woche noch einen Termin bei meiner Onkologin in Pattaya. Nach der Klärung einiger Fragen, werde ich vermutlich in einen möglichst geschützten Rahmen in die Schweiz zurückkehren, sobald ich wieder flugtauglich bin wegen der Lungenembolie. Da muss ich noch schauen, wie ich das löse mit der Wohnsituation. Sollte in der Nähe von Zürich sein, weil ich die Behandlung dort weiterführen möchte, sofern es noch irgendwie Sinn macht.
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mungg
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#579

Beitrag von mungg »

Guten Morgen, ich mal wieder. Meine Cousine und ich arbeiten am Rehoming. Ziel ist es bei der Rückkehr direkt in ein Pflegeheim oder in die Palliativ Care einzutreten. Wenn das nicht möglich ist, mit Übergangslösung z.B. Serviced Appartement und Spitex. Ich möchte zurück, bevor Fliegen ohne medizinische Begleitung nicht mehr möglich ist. Die Lungenembolie hat gezeigt, dass jederzeit was passieren kann, das dazu führt.

Zur Zeit habe ich schlechte Tage. Der Krebs und dessen Therapie macht eigentlich keine Probleme. Aber ich habe irgendwas am Kreuz, Becken oder Hüfte, was das Gehen sehr schmerzhaft macht. In drei Tagen habe ich Termin für MRI. Meine Standard Schmerzmittel darf ich wegen der Blutverdünner nicht mehr nehmen. Die verschriebene Alternative (Lyrica) wirkt erst in ein paar Tagen, wenn überhaupt. Eigentlich bräuchte ich Betreuung zuhause, weiss aber nicht, wo ich kurzfristig für befristet eine vernünftig englisch sprechende Krankenschwester oder ähnlich anheuern kann. Wenn ich wieder vernünftig laufen kann, bräuchte ich sie vermutlich nicht mehr, sofern nicht was anderes kommt.

Mit meinem Hirn stimmt was nicht. Ich sehe mir zu, wie ich in Situationen der kleinsten Überforderung ausraste oder hysterisch werde. Dann schreie ich die Leute an. Ich kann das nicht mehr kontrollieren. Im Nachhinein ist mir das natürlich sehr unangenehm und ich schäme mich zu Tode. Noch mehr Stress. Mit ein Grund, so schnell wie möglich in die Schweiz zurückzukehren. Gewisse Stresssituationen treten dort gar nicht erst auf und meine Cousine unterstützt mich, wenn es schwierig werden sollte. Vielleicht gibt es auch eine Therapie, wenn ich mit einem Psychoonkologen oder Onkologen in meiner Muttersprache über dieses Phänomen sprechen kann.

Ich frage mich, wie man eine Leben lang soviel Pech haben kann. Physische und psychische Gewalt als Kind von völlig unfähigen Eltern, was emotional nicht aufgefangen werden kann und zu frühem Alkohol- und Drogenkonsum führt. Nachdem ich das endlich im Griff habe und berufsbegleitend einen Lehrabschluss nachhole (alles ohne fremde Hilfe) werde ich krank und lande mit einer Fehldiagnose sieben Monate in der Psychiatrie. Nach sechs oder sieben Jahren wird endlich die Diagnose gestellt, für eine Heilung ist es aber zu spät. Etwa 15 Jahre führe ich ein Leben wie im Hamsterrad oder Knast. Mit nur wenig Energie schaffe ich eine halbwegs vernünftige Selbstversorgung, bin aber oft allein, wenn nicht gar einsam. Ich bin jeden Tag happenweise mit Selbstversorgung beschäftigt. Nie Ferien, Wochenende oder ähnlich. Dann kam mir die Idee die Winter in einem warmen Klima zu verbringen. Ich reiste für knapp 6 Monate nach Thailand und durfte erfahren, dass ich durchaus noch ein lebenswertes Leben führen kann, wenn ich Aufgaben der Selbstversorgung delegieren kann. Ich wanderte aus und jetzt, nach nur knapp vier Jahren bekomme ich eine unheilbare Diagnose, die meinen baldigen Tod bedeutet. Zudem werden meine Zähne von einem unfähigen Zahnarzt komplett ruiniert, sodass ich das letzte Jahr vor der Krebsdiagnose nur noch mit diesem gestressten Gefühl im Mund rumlaufe begleitet von unwirksamen, wöchentlichen Zahnarztterminen. Nie durfte ich erfahren, was es bedeutet sich sicher und geborgen zu fühlen oder zu vertrauen. In den Arm genommen und getröstet zu werden. Liebenswert zu sein. Diese letzten drei Sätze finde ich das Schlimmste, was mir in meinem Leben widerfahren ist. Es ist die Basis fürs glücklich sein.

Aber das Alles könnte mir auch passiert sein, wenn ich in einem anderen Land geboren wäre, das nicht so ein gutes Sozialversicherungssystem wie die Schweiz hat. Dann wäre ich noch mieser dran. Zudem habe ich teilweise an Orten gearbeitet oder gewohnt, wo es sehr familiär zu- und herging. Ich glaube, diese Erfahrungen und meine Katzen haben mich am Leben erhalten. Dankbarerweise wurde ich mit einer gehörigen Portion Intelligenz gesegnet, was mir in vielem behilflich war, wie z.B. Diagnosefindung, Kampf um IV-Rente etc.. Man sagt auch, ich sei ein Organisationstalent. Also auch Gutes in meinem Leben. Aber mein grosses Geschenk ist meine Cousine. Sie ist mein Lieblingsmensch. Ein intelligenter Mensch mit einer Sozialkompetenz, wo ich nur träumen kann davon. Ich kann mit ihr über alles reden, ohne verurteilt zu werden. Love you Ursi.

Allen da draussen eine gute Zeit, wo auch immer ihr seid.
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chang58
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Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#580

Beitrag von chang58 »

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Mir fehlen einfach die Worte. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Vielleicht geht es dir in der Schweiz besser. Ich wünsche es dir.
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