Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hat die Bekanntgabe ihrer künftigen Strategie mit veränderter Struktur erneut verschoben. Das heizt die Gerüchteküche immer mehr an. Wo geht die Reise hin?

Am späten Mittwochabend (26.03.2014) hatte die Lufthansa-Konkurrentin ihre eigentlich schon für den 20. März angekündigte, dann auf Donnerstag verlegte Bilanz-Pressekonferenz erneut verschoben, diesmal unbestimmt auf "spätestens Ende April".
Alles hängt an Ethihad
Entscheidende Größe in diesem Poker ist der derzeit wichtigste Air Berlin-Anteilseigner Etihad Airways aus Abu Dhabi, die seit Dezember 2011 mit knapp 30 Prozent beteiligt ist und Air Berlin schon mehrfach lebensrettend unter die Arme gegriffen hatte. In der Branche verstärkt sich der Eindruck, dass Air Berlin faktisch längst vollkommen abhängig von Etihad ist, trotz des formalen Anteils von nur knapp einem Drittel.
Anstatt sich in Allianzen mit anderen Gesellschaften zu begeben hat sich Etihad, die selbst erst 2003 gegründet wurde um den Standort Abu Dhabi als Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bekannt zu machen, weltweit an zuvor meist maroden Flug-Firmen beteiligt. Dazu gehören in Europa auch Aer Lingus und Air Serbia sowie die Regionallinie Darwin in der Schweiz, außerdem Air Seychelles, die indische Jet Airways sowie Virgin Australia
Erinnerungen an Swissair
"Diese Shopping-Tour erinnert fatal an die unglückliche Hunter-Strategie, mit der die Swissair vor gut 15 Jahren versuchte, dem Druck der neu entstandenen Airline-Allianzen standzuhalten", urteilt jetzt der deutsche Branchendienst Flugpost. Damals hatten sich die Eidgenossen ebenfalls an einer Vielzahl maroder Airlines beteiligt, die es heute alle lange nicht mehr gibt, genauso wie seit 2001 auch die Swissair selbst Geschichte ist
Ein langer aber interessanter Artikel....hier......
http://www.dw.de/wohin-steuert-air-berlin/a-17523903

