Werner hat geschrieben: Fr 10. Apr 2020, 21:03
Eine Theorie vom RKI besagt dass 60 % der Bevölkerung den Virus gehabt haben muss und dann die Immunität in der Bevölkerung so groß ist, dass der Virus kaum noch weitere Verbreitung finden kann.
Es gibt keinerlei wissenschaftliche Daten, ob und unter welchen Umständen eine Immunität zustande kommt sowie ob und wie lange sie eine Schutzwirkung hat. Über Sensitivität und Spezifität der Antikörpertests kann auch nicht viel ausgesagt werden. Was nützt mir ein Test, dessen Aussagekraft nicht benannt werden kann? Überhaupt nichts. Auf Immunisierung der Bevölkerung zu setzen bei einem Virus, über den so wenig bekannt ist, finde ich fahrlässig. Statt einer Immunisierung wäre eine noch gefährlichere Mutation des f* Virus möglich. Natürlich auch eine Mutation in die andere Richtung. Aber all das wissen wir (noch) nicht. Ebenfalls unbekannt sind mögliche langfristige Gesundheitsschäden bei den Geheilten. Ein bisschen mehr Demut gegenüber den unbekannten Faktoren wäre angebracht.
Hier noch ein wirklich interessanter Artikel, auch wenn er nicht unbedingt Fragen beantwortet - ausser dass es es für konkrete Antworten (noch) keine Basis gibt.
https://www.mittellaendische.ch/2020/04 ... heidungen/
Ich trage im öffentlichen Raum freiwillig eine Maske aus Baumwolltuch. Sie hat nachweislich einen hohen Schutzgrad für die anderen, aber teilweise auch für mich. (Dass nicht mehr Leute freiwillig Maske tragen, verdanken wir den Lügen des BAG, weil es nicht zugeben wollte, dass keine Lager mit Schutzausrüstung für den Pandemiefall angelegt wurden.) Dazu befolge ich natürlich die Empfehlungen zur sozialen Distanz und Hygiene. Nachdem, was ich im Supermarkt alles so beobachte, fasse ich nur noch Einkaufswagen an, deren Griffe ich selber desinifiziert habe. Auch sonst fasse ich nur an, was sich nicht verhindern lässt. Ein Restrisiko bleibt, wenn ich so beobachte, wie Leute über die Auslagen in den Läden Husten und Niesen. Aber wir müssen auch an die Risikogruppen denken. Auch sie möchten wieder ein halbwegs normales Leben führen. Für mich nicht auszudenken, wenn ich nicht wenigstens einmal wöchentlich einkaufen gehen könnte und nicht so abgelegen im Grünen wohnen würde. Stellt auch vor, alt oder krank zu sein und schon vor Corona ziemlich einsam gelebt zu haben. Und jetzt könntet ihr nicht mal mehr zum Einkaufen raus. Das Ganze in einer kleinen Wohnung irgendwo in einer grösseren Ortschaft, wo die Fassade des nächsten Hauses euer Horizont ist, die kaum Licht in eure Wohnung lässt.
Irgendwelche Zahlen - absolut oder in Prozenten - drücken leider nicht das Leid derer aus, die es schwer erwischt hat. Es bildet auch nicht ab, was Ärzte und Pflegende täglich mitansehen müssen. Die meisten dürften bis zu einem gewissen Grad mitleiden, sonst hätten sie den Beruf nicht ergriffen.
Bleibt gesund.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.