bamboo Bambus, mon amour !


Fredfeuerstein
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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Fredfeuerstein » Sa 6. Okt 2018, 08:30

Sieht gut aus!
Was hast Du denn da für ein Gartenhaus?

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Michaleo
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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Michaleo » Sa 6. Okt 2018, 08:52

Will hat geschrieben:
Sa 6. Okt 2018, 06:43
Mein grösstes Moringabäumchen hat mich nach einem halben Jahr bereits überholt.
Hast Du vor, das noch zu versetzen?

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Will
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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Will » Sa 6. Okt 2018, 14:27

Man sieht von der Zufahrt her den neuen „Wintergarten“, der aber grösstenteils nur aus gerahmten Moskitonetzen besteht. Der Wind zieht angenehm hindurch und die Moskitos bleiben aussen vor. Da das Wohnhaus an einer recht steilen Böschung steht, sind Küchen- und Wohnräume im unteren Stock.

Die Moringas dürfen da bleiben, wo sie jetzt stehen. Einige haben es echt hart mit lausigen Standortsbedingungen erwischt. Aber bis jetzt beissen die sich durch, und Dünger gibt Niwgoy in der Regenzeit nicht. Wir haben nun Hühnermist bestellt, bevor die Preise steigen, denn die Mongs brauchen Unmengen in der Trockenzeit.

Grüsse von Will

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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Will » Mi 10. Okt 2018, 00:04

Wenn ich ein junges Bäumchen pflanze, dann gebe ich ihm eine „optimale“ Starthilfe: schönes, lockeres, grosses Pflanzloch, üppigen Kompost oder alten Mist und viel Wasser.

Das hält Niwgoy für eine falsche Strategie. Sie schaut zuerst mal, ob ein Setzling mit den lokalen Klimabedingungen zurecht kommt, ohne Vorzugsbehandlung. Gegen Ende Regenzeit, bei uns also im Norwesten jetzt, bekommen die Pflanzen versuchsweise etwas alten Hühnermist, wenn die Pflanzen in einer Woche positiv reagieren, gibt es nochmals eine doppelte Dosierung, sonst nur Wässern, um den Dünger zu verdünnen und wegzuwaschen. In einem weiteren Monat nochmals etwas Dünger.

Und ich muss ihrer Strategie recht geben. Bis auf einen Kirschbaum, der im Stämmchen einen Käfer hatte, ist so ziemlich alles bei guter Gesundheit. Aber eine Blattkontrolle auf Raupen ist immer ratsam.

Wir müssen aber nicht für den Markt und zum Überleben produzieren, dann sieht die Sache schon anders aus. Auf einem Nachbargrundstück produziert ein besessener Giftspritzer zur Zeit Mais. Niemand im Dorf würde von ihm sein chemisch verseuchtes Zeug kaufen, aber in Chiang Mai weiss das niemand.

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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Michaleo » Mi 10. Okt 2018, 09:26

Hühnermist enthält im Gegensatz zu altem Mist oder Kompost, wo der Stickstoff gebunden wurde, viel mehr treibenden Stickstoff. Deine Strategie ist mir sympathischer als die von Niwgoy.

Vielleicht ist das halt im wahrsten Sinn der Kulturunterschied zwischen ihr und uns. Aber nicht alles, was die Einheimischen machen, ist besser als das, was die Quereinsteiger machen. Neue Ideen sind auch gut!


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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Fredfeuerstein » Mi 10. Okt 2018, 10:23

Man kann auch schnell mal zu viel N in den Boden geben, manche Pflanze verträgt das nicht. Eine Weise, wie man nie zuviel N gibt, ist es, wenn man Hornspäne als N-Dünger gibt. Hornspäne haben normalerweise einen N-Anteil von 12 bis 14% und geben den Stickstoff langsam und kontinuierlich ab, bis zu einem halben Jahr lang. Eine Überflutung mit N kann nicht stattfinden.

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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Michaleo » Mi 10. Okt 2018, 11:58

Ja, Hornspäne und bei Bedarf Meeralgenkalk sind natürlich super!

Aber schön erdiger Kompost mit vielen Kleinstlebewesen ist halt auch sehr sexy für die Pfanzen. Aber der braucht Zeit, und man muss ihn mehrmals umsetzen, damit er gut durchlüftet wird.

Ich meine mich zu erinnern, dass der Kompost im inneren 65 Grad Celsius haben muss, um gut zu reifen, stimmt das, Feuerstein‘s Fred?


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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Fredfeuerstein » Mi 10. Okt 2018, 14:43

Ja, das stimmt. Aber die Leute machen viel zu viel Esotherik aus verrottendem Grünzeug. Einfach auf einen Haufen schmeißen, Neues immer oben drauf, ein bis zwei Jahre warten, dann hat man aus verrottendem Abfall jeglicher Art gute Erde gemacht. In Thailand sollte das alles viel viel schneller gehen.

Wichtig allgemein: keine Essensreste oder Kochabfälle auf den Kompost, sonst unweigerlich Ratten!
Wichtig in Thailand: Vorsicht Schlangen, Skolopender und ähnliche Unwesen halten sich gerne auf und in Komposthaufen auf!

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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von alter mann » Mi 10. Okt 2018, 15:55

Michaleo hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 09:26
Hühnermist enthält im Gegensatz zu altem Mist oder Kompost, wo der Stickstoff gebunden wurde, viel mehr treibenden Stickstoff. .......
Schaut euch mal die Duengerwerte von Huehnermist an.

www.mein-garten-ratgeber.de/organische- ... rmist.html

Ich nutze ihn gerne als Phosphor und Kalium-Duenger. Aber bitte sparsam damit umgehen.

Gruesse vom
alten mann
man ist so alt, wie man sich fuehlt

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Re: bamboo Bambus, mon amour !

Beitrag von Michaleo » Do 11. Okt 2018, 07:38

alter mann hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 15:55
Schaut euch mal die Duengerwerte von Huehnermist an.
Frappanter Unterschied, nicht wahr?

Das würde man dem Flattervieh mit dem eindimensionalen Denkvermögen gar nicht zutrauen, erst recht nicht, wenn es auf dem Grill liegt ;-)

Wir haben den Hühnerdreck jeweils in grossem Verhältnis in einem Fass mit Wasser verdünnt, vierzehn Tage stehen lassen, täglich gerührt und nachher den Jungpflanzen im Gemüsegarten als Starthilfe gegeben.

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