Pattaya 4.0 oder für immer?

Benutzeravatar

ZH-thai-fun
Beiträge: 12158
Registriert: So 27. Okt 2013, 11:16
Wohnort: Nur noch Zürich

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#511

Beitrag von ZH-thai-fun »

tom hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2024, 10:36
https://www.blick.ch/wirtschaft/rentner ... 65414.html

Gruss Tom
Gerade habe ich Costa Rica etwas verinnerlicht, und mir so Gedanken gemacht ...
Kurt Singer hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2024, 16:26
Auf jeden Fall ein überlegenswerter Gedanke. ...
Da kommt mir Nachstehendes ins Gehege. Dem ich eigentlich heute als Alter Mann eher zugeneigt bin ... Ruhe sanft, vor vor der eigenen Tür ... :wai:

https://www.srf.ch/news/schweiz/nachhal ... -flugreise
Grenzen sind imaginär. Darum, fließt Wasser, Mammon und Blut.
Benutzeravatar

tom
Administrator
Beiträge: 28576
Registriert: Mo 30. Sep 2013, 21:31
Wohnort: Bern

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#512

Beitrag von tom »

Ja, Max... stimmt. Aber @mungg will ja nicht reisen, sie will an einem neuen Ort leben. Aber auch nur dann, wenn es in Thailand nicht mehr geht.

Gruss Tom
Benutzeravatar

ZH-thai-fun
Beiträge: 12158
Registriert: So 27. Okt 2013, 11:16
Wohnort: Nur noch Zürich

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#513

Beitrag von ZH-thai-fun »

tom hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2024, 22:44
Ja, Max... stimmt. Aber @mungg will ja nicht reisen, sie will an einem neuen Ort leben. Aber auch nur dann, wenn es in Thailand nicht mehr geht.

Gruss Tom
Ja, ich weiß schon. Schließlich hatte ich, bevor Regula nach Pattaya ging, regen Briefverkehr mit Ihr. Ich habe alle Hochachtung vor ihr, wie sie sich durchs Leben kämpft. Sie macht das schon ... :wai:

Dass bei mir in den letzten 25Jahren die Mundwinkel von :) oben nach unten :( gegangen sind, wenn es um die Frage Auswandern geht, ist wahrscheinlich genauso wie bei allen andern nach vielen Jahren Erfahrungen und Altern damit. L-)
Grenzen sind imaginär. Darum, fließt Wasser, Mammon und Blut.

Fredfeuerstein
Beiträge: 6686
Registriert: Do 19. Mai 2016, 18:58

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#514

Beitrag von Fredfeuerstein »

Also ich habe ja keinerlei Bedenken wegen Steuern oder Besteuerung hier in LOS. Mir würde nur die Verknüpfung mit der Immi Sorgen machen, weil man dann sofort und nachhaltig erpressbar ist. Ich glaube, dann würde ich TH verlassen. Aber wohin? Deutschland, Niederbayern, oder Österreich, Graz oder OÖ, kenne ich beides sehr gut.
Das mit Mittelamerika habe ich mir angeschaut, es überzeugt mich nicht.

Kurt Singer
Deaktiviert
Beiträge: 3610
Registriert: So 9. Aug 2020, 12:08

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#515

Beitrag von Kurt Singer »

Michaleo hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2024, 17:16
Ernsthaft, @Mungg und @Kurt?
Nur örtlich. Ein Auswandern kommt in Wirklichkeit für uns nie mehr infrage, so wie es gerade aussieht für meine Frau nicht einmal mehr eine Urlaubsreise nach Thailand.
Benutzeravatar

Themen Starter
mungg
RIP - Immer bei uns
Beiträge: 764
Registriert: Sa 21. Jan 2017, 23:44
Wohnort: Pattaya

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#516

Beitrag von mungg »

Soviel passiert, seit der Gedanke an einen anderen Ort aufkam. Eigentlich möchte ich hier doch gar nicht weg, erst recht nicht in die Schweiz. Ich hoffe, die Dinge entwickeln sich in eine Richtung, dass das nicht nötig wird. Winterpendeln wäre für mich eigentlich schon zuviel.

Bevor ich im Alter von 54 Jahren auswanderte, kam mir oft der Gedanke ans Sterben und wieviel Zeit mir wohl noch bleibt. Sollte ich nicht wenigstens auf ein glückliches Leben zurückblicken, wenn ich hier auf dieser Erde schon mehr oder weniger unnütz die Umwelt verpeste, bis es soweit ist? Beim Rückblick auf mein bisheriges Leben fand ich, dass es das nicht gewesen sein kann. Auch wenn ich in jungen Jahren sehr intensiv lebte, war mit 37 praktisch Schluss. Ab dann lebte ich das Leben einer Grossmutter. Vor der Diagnose lag ich 1.5 Jahre praktisch nur im Bett. Nach der Therapie lag zumindest eine halbwegs vernünftige Selbstversorgung drin - an guten Tagen sogar kleine Ausflüge, die allerdings nicht planbar waren. Wegen der Unplanbarkeit fanden die Ausflüge dann meistens alleine statt. Ich wurde immer einsamer. Ich habe immer noch ein Chronisches Müdigkeitssyndrom, ausgelöst durch eine Borreliose, die Jahre nicht diagnostiziert wurde. Wer nicht am eigenen Körper erfährt, was das bedeutet, wird es nie verstehen können. Man ist nicht einfach nur ein bisschen müde. Man ist ständig in allen Systemen (physisch, psychisch, kognitiv) erschöpft und am Limit. Alles, jeder Handgriff ist ein Kampf. Als ich erkannte und akzeptierte, dass es keine Behandlung gibt und der einzige Weg zur Lebensqualität über den Umgang mit der Krankheit führt, ging es aufwärts. Ich orientierte mich daran, was ich noch kann, nicht daran, was nicht mehr geht. Was brauchte ich? Hilfe bei der Hausarbeit, Licht, Sonne, frische Luft an der Wärme, ein Minimum an Bewegung ausserhalb der Wohnung und Horizont am Wasser wäre schön. Diese Anforderungen führten mich schlussendlich nach Thailand. Ich kann mir hier die Haushalthilfe leisten. Das macht Power frei für tägliche Ausflüge ans Meer, wenn auch nur kurz. Manchmal liegt auch Bewegung im Pool drin. Tut mir am besten. In der Schweiz krieg ich mit meiner Diagnose keine Haushalthilfe bezahlt und auf private Kosten kann ich mir das nicht leisten. Ich bin dort ständig mit dem Minimum an halbwegs vernünftiger Selbstversorgung beschäftigt, komme mir vor wie im Hamsterrad, ohne jemals durchatmen zu können - 7 Tage die Woche. Je nachdem, wo ich in der Schweiz gerade wohnte, habe ich oft tagelang keinen Menschen angetroffen, um auch nur guten Morgen zu sagen. In Lauerz war es schön. Das war eine kleine Hausgemeinschaft, wo man sich auch begegnete und die Vermieter behandelten mich wie eine Tochter. Sie haben nicht immer verstanden, wie und warum es mir so geht, aber sie haben mich nicht verurteilt.

Also kommt hiermit meine Bestellung ans Universum: Lass mich so lange wie möglich in Thailand. Und ihr drückt mir schön die Daumen, dass das auch klappt. :D

Danke, dass ich alles so lösen konnte. Ich glaube viel mehr lässt sich nicht rausholen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es Menschen gibt, die wesentlich mehr zu kämpfen haben mit weniger Möglichkeiten.


Was dazwischen geschah:
viewtopic.php?f=17&t=6191

PS. Bin nun den 4. Tag glückliche Nichtraucherin. Die haben mich drei Tage an einen Katheter gefesselt, wo ich nicht raus konnte - nicht mal aufs Klo, ohne der Schwester zu klingeln. Seit gestern bin ich wieder frei. Nikotin ist entzogen. Der Rest ist nur noch Gewohnheit (nach dem Essen, beim Konzentrieren, etc.) Das schaff ich mit links. So leicht wird es nie wieder werden. Es ist mein dritter Rauchstopp. Ich weiss wo die Falle lauert. Es ist wie beim Alkoholiker. Eine einzige Zigarette und ich bin wieder voll drin. Deshalb habe ich mein Hirn schonmal programmiert. Es gibt nie wieder eine Zigarette. Nicht in 2 Tagen, nicht in 3 Monaten und nicht in 10 Jahren. Drecksdroge.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.

Fredfeuerstein
Beiträge: 6686
Registriert: Do 19. Mai 2016, 18:58

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#517

Beitrag von Fredfeuerstein »

Ich drück dir die Daumen, dass das mit dem Aufhören zu rauchen klappt!

Ich habe das alles hinter mir, wie du, oder auch schlimmer, und ich sage dir, versuche es dir zu merken: DAS EINZIGE WAS FUNKTIONIERT IST MITHILFE DEINES WILLENS!

Deine Wille ist der Schlüssel, und er ist gleichzeitig der einzige Schlüssel!

Alles erdenklich Gute für dich!
Benutzeravatar

Michaleo
Administrator
Beiträge: 29807
Registriert: Mo 30. Sep 2013, 21:49
Wohnort: Bern und Udon Thani

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#518

Beitrag von Michaleo »

mungg hat geschrieben:
So 30. Jun 2024, 23:03
Winterpendeln wäre für mich eigentlich schon zuviel.
Lass mich so lange wie möglich in Thailand.
Das wünsche ich Dir auch!
Pendeln ist anstrengend und teuer.
Freundliche Grüsse :)
Benutzeravatar

ernte
Beiträge: 1403
Registriert: Mo 15. Aug 2022, 20:44

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#519

Beitrag von ernte »

Auch das mit dem rauchen hab ich durch. Bei mir war es 2011. Wie schon geschrieben auf den WILLEN kommt es an. Den Sauhund überwinden dann gehts.
Unserer Asia Markt https://wk-asiamarkt.de/
Benutzeravatar

Themen Starter
mungg
RIP - Immer bei uns
Beiträge: 764
Registriert: Sa 21. Jan 2017, 23:44
Wohnort: Pattaya

Re: Pattaya 4.0 oder für immer?

#520

Beitrag von mungg »

Diesmal brauchte es gar nicht so grossen Willen. Erst war ja die falsch verstandene Hiobsbotschaft. Der Arzt damals meinte, dass es keinen Unterschied machen würde, ob ich weiter rauche oder nicht. Also rauchte ich weiter. Dann kam die Lungenbiopsie. Die Schmerzen und die Luftnot waren schon heftig und die Erinnerung daran, besonders die Luftnot, hängt immer noch nach. Nach der Biopsie eine geraucht. Die zweite nach der Biopsie habe ich nach dem ersten Zug angeekelt weggeworfen. Zurück auf dem Zimmer hab ich dann den Pneumothorax gekriegt. Es wurde ein Katheter angelegt, ich auf die ICU gebracht und mit Schmerzmitteln so richtig schön zugedrönt, sodass ich den gröbsten Teil des Entzugs einfach verschlafen habe. Drei Tage konnte ich nicht raus wegen dem Katheter. Ein Tag vor dem Pneumothorax hatte ich meinen verantwortlichen Arzt noch gefragt, ob er mir für 7 Tage Schlafmittel verschreiben würde, damit ich den Nikotinentzug machen könnte. Er hat nur gelächelt..........

Also ich finde, dass unkonventionelle Lösungen, wie z.B. das Ausknocken und kontrollierte Einsperren des Süchtigen (wenn er damit einverstanden ist!) für ein paar Tage durchaus auch in Betracht gezogen werden dürfen, wenn die Standardprozeduren nicht funktionieren und keine Gefahr von Suchtverlagerung besteht. Gewisse Ärzte haben keine Hemmungen, Barbiturate und Benzos für jeden Scheiss zu verschreiben, dann noch in Dosierung und Dauer, wo eine schwere Abhängigkeit droht. Aber wir Raucher sollen das nicht für ein paar wenige Tage bekommen, wenn es helfen könnte? Der Nikotinentzug ist nach drei Tagen vorbei, wenn man sich keine Nikotinpflaster aufschwatzen lässt.
https://www.barmer.de/gesundheit-verste ... er-1055172
Bei mir waren immer die ersten drei Tage am schlimmsten. Diesmal lief es bei mir so, dass die ersten drei Tage völlig easy waren (schön zugedröhnt mit Schmerzmitteln, angekettet an den Katheter) und nun genügend Power bleibt, die Gewohnheit zu kontrollieren.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.
Antworten

Zurück zu „Pattaya und Ostküste“ | Ungelesene Beiträge