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Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Papierkram, Visum, Gesetzte, Steuern etc.

Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon Caveman » Di 22. Mai 2018, 09:36

Kennt sich jemand mit den Besonderheiten des thail. Wehrdienstes in Bezug auf den Verlust der deutschen Staatsangehoerigkeit nach StAG § 28 aus?

Klar ist, dass die deutsche Staatsangehoerigkeit verloren geht, wenn der Thai mit zusaetzlich deutscher Staatsangehoerigkeit freiwillig in die thail. Streitkraefte eintritt. Klar ist auch, dass das Ableisten des Pflichtmilitaerdienstes nicht den Verlust der deutschen Staatsangehoerigkeit bewirkt.

Jetz gibt es aber so ein paar Besonderheiten, die ich nicht einschaetzen kann. Erst einmal gibt es in Thailand ja auch diese freiwillige dreijaehrige militaerische Ausbildung in der Schule, nach der man nicht mehr zum Pflichtdienst herangezogen wird. Allerdings scheint damit so eine Art Verpflichtung als Reservist verbunden zu sein. Wie mir erklaert wurde, werden Absolventen dieser schulischen Militaerausbildung im Verteidigungsfall zuerst eingezogen. Ist die Teilnahme an dieser freiwilligen schulischen Militaerausbildung nun bereits ein freiwilliger Eintritt in die thailaendischen Streitkraefte (moeglicherweise auch wegen dieser eventuellen Verpflichtung als Reservist) und fuehrt sie somit bereits zum Verlust der deutschen Staatsangehoerigkeit oder ist die Teilnahme fuer die deutsche Staatsangehoerigkeit unschaedlich?

Dann gibt es ja spaeter bei der Musterung die Moeglichkeit, sich entweder fuer 1 Jahr einziehen zu lassen oder an der Auslosung teilzunehmen, mit der ermittelt wird, wer zum Pflichtdienst herangezogen wird und wer nicht. Nimmt man aber an der Auslosung teil und zieht das entsprechende Los, dauert der Pflichtdienst nicht nur 1 Jahr sondern 2 Jahre. Geht die deutsche Staatsangehoerigkeit verloren, wenn man sich fuer das eine jahr Pflichtdienst statt fuer die Teilnahme an der Verlosung entscheidet?

Bin mal gespannt, ob sich hier jemand damit auskennt.

Gruss
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Re: Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon Werner » Mi 23. Mai 2018, 12:09

Kann man in Thailand eigentlich auch verweigern? Ist dies auch eine Möglichkeit die deutsche Staatsangehörigkeit zu behalten?

W.
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Re: Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon Caveman » Mi 23. Mai 2018, 13:00

Nein Werner, verweigern kann man nicht. Die Ableistung des Pflichtdienstes ist aber fuer die deutsche Staatsangehoerigkeit voellig unschaedlich. Die geht nur verloren, wenn man freiwillig in die auslaendischen Streitkraefte eintritt oder sich freiwillig zu mehr als dem eigentlichen Pflichtdienst verpflichtet.

Es ist halt die Frage, ob einer der beiden in meiner Frage angefuehrten Faelle (oder sogar beide) bereits einen freiwilligen Eintritt in die thail. Streitkraefte darstellt bzw. rechtlich als solcher gewertet wird oder nicht.

Gruss
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Re: Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon Werner » Mi 23. Mai 2018, 13:49

Ok, die Frage habe ich schon sehr genau verstanden. Kannst du das mit der Botschaft klären. Oder ist es besser einfach nichts zu verraten und zu hoffen, dass es "die Deutschen" nicht stört.

Ich habe den Kriegsdienst verweigert, auch weil ich nicht auf Schweizer oder DDR Bürger schießen wollte, nur weil irgend ein Politiker meint es ist nun Krieg und irgendein Spieß dies befielt. Die Entscheidung einen Menschen zu ermorden sollte doch von anderen Faktoren abhängen als von "wir machen Krieg", wie es damals unser Gröfatz und auch der Kaiser vorher verkündete. Ich legte damals wenig Wert auf eine Gehirnwäsche, die mich zu einem willigen "Massenmörder auf Befehl" macht, der alles ausführt was befohlen wird. Das ist ja die eigentliche Grundlage der Ausbildung in jeder Armee, Menschen mit Gewissen zu willigen Killern, die auf Knopfdruck "funktionieren", umzupolen. Ansonsten kannst du als Politiker und General den Krieg vergessen, weil ein normaler Mensch nicht so ohne weiteres andere, fremde Menschen umbringt.

Nun gut, das geht in Thailand nicht. Dann ist das leider so, Schade! Naja, vielleicht darf dein Junge ja einen SAAB fliegen, den ich ja nur fahren darf. Ist sicher sehr spannend.

Gruß, Werner.
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Re: Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon Caveman » Fr 20. Jul 2018, 09:25

Es duerfte hier ja noch mehr Vaeter von deutsch/thailaendischen Soehnen geben. Fuer die koennte es durchaus interessant sein, wie die Deutsche Botschaft inzwischen geantwortet hat.

Mir wurde zuerst mitgeteilt, dass man die Frage selbst nicht beantworten koenne und daher erst einmal eine Stellungnahme des Bundesministeriums der Verteidigung abwarten muesse.

Heute wurde mir nun mitgeteilt, dass diese Stellungnahme inzwischen vorliege und die schulbegleitende freiwillige militaerische Ausbildung in der Oberschule (Matthayom 4-6) sehr wohl einen freiwilligen Eintritt in die thailaendischen Streitkraefte darstelle, der ohne vorherige Genehmigung durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zum Verlust der deutschen Staatsangehoerigkeit fuehre.

Wenn eure Soehne das also auch machen wollen, erlaubt es ihnen besser nicht.

Gruss
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Re: Thail. Wehrdienst - wann Verlust D Staatsangehoerigkeit?

Beitragvon alter mann » Fr 20. Jul 2018, 14:43

Caveman hat geschrieben:…………..Heute wurde mir nun mitgeteilt, dass diese Stellungnahme inzwischen vorliege und die schulbegleitende freiwillige militaerische Ausbildung in der Oberschule (Matthayom 4-6) sehr wohl einen freiwilligen Eintritt in die thailaendischen Streitkraefte darstelle, der ohne vorherige Genehmigung durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zum Verlust der deutschen Staatsangehoerigkeit fuehre.

Wenn eure Soehne das also auch machen wollen, erlaubt es ihnen besser nicht.

Gruss
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Wie kann den dies jemand in Old Germany erfahren ?

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