Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

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Bruninho
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Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#1

Beitrag von Bruninho »

Unselige Kommerzialisierung des Fussballs, auch in der Schweiz
oder
Doppelmoral


Treffender Artikel heute im Tages-Anzeiger.

Der Ist-Zustand am Beispiel der Young Boys Bern


Unseriös und hochriskant? Der YB-Hauptsponsor ist umstritten

In Frankreich dürfen Spiele der Berner wegen der Trikotwerbung von Plus500 nicht gezeigt werden. Doch die YB-Fans stören sich lieber an den europäischen Gegnern.

Sie überlegten sich den Boykott. Sie verfluchten ihre Gegner, ganz besonders RB Leipzig, diesen Red-Bull-Club, der für Fans europaweit ein rotes Tuch ist.

Vor dem Auftakt in die Champions League vor zwei Wochen veröffentlichen die organisierten YB-Anhänger ein Communiqué. Leipzig bezeichnen sie als Werbekonstrukt, Manchester City als subtiles Sportswashing, und an Roter Stern Belgrad stört sie die Nähe zu Russland, die sich besonders im Hauptsponsor Gazprom ausdrückt.

Für sie ist ihr Verein in einer Todesgruppe gelandet, aber nicht aus sportlichen Gründen. Sie schreiben: «Die Losfee hat es nicht gut mit uns gemeint.» Und: «Das Multimilliardengeschäft Fussball ist zu einem noch grösseren, noch kommerzialisierteren und noch unmoralischeren Monster herangewachsen.»

Nach langen Diskussionen hätten sie sich dann doch gegen den Boykott der Partien gegen RB entschieden, weil sie ihren Herzensverein unterstützen wollten, schreiben die Fans weiter. Und halten fest: «Hier liegt der Gewissenskonflikt, dem jeder Fussballliebhaber in der heutigen Zeit ausgesetzt ist.»

Wer der Romantik zugeneigt ist, findet vielleicht Gefallen an solchen Worten. Mit der Realität haben sie aber wenig zu tun. Ganz vieles bleibt unerwähnt.

YB setzt auf Kommerz
Die YB-Fans verlieren kein Wort darüber, dass ihr Club von der Teilnahme an der Königsklasse profitiert. In diesem Jahr werden die Berner über 30 Millionen Franken einnehmen, das übersteigt das Jahresbudget der meisten Ligakonkurrenten. Geld, das YB dazu nutzt, die nationale Vormachtstellung immer weiter auszubauen und der Konkurrenz regelmässig die besten Spieler abzuwerben.

Kein Wort der Fans, dass auch ihr Club im kommerzialisierten Fussball mitmacht und dabei in der Schweiz eine Vorreiterrolle einnimmt. Unter CEO Wanja Greuel sucht YB immer nach neuen Möglichkeiten, den Erfolg auch abseits der Sportabteilung zu monetarisieren. Das ist schliesslich sein Job.

Bei YB-Partien ist der Stadionsprecher längst ausgelastet, weil alles gesponsert ist – von den Cornern über Gelbe Karten bis zur Live-Tabelle. Die Young Boys bieten für knapp hundert Franken auch NFTs an, sogenannte digitale Autogrammkarten der Spieler. Und sie liessen darüber abstimmen, wie ihr diesjähriges Cup-Trikot aussehen sollte. Wer mitmachen wollte, musste allerdings mindestens einen YB-Fan-Token in der Socios-App besitzen, einer Blockchain-basierten Plattform. Eine klassische Umfrage unter Fans? Zu wenig sexy. Bringt ja kein Geld ein.

Fussball ist Business – auch in Bern.

Wie Glücksspiel
Fast gleichzeitig mit dem Fan-Statement wird bekannt, dass die YB-Partien in der Champions League in Frankreich nicht übertragen werden dürfen. Die dortige Finanzmarktaufsicht (AMF) stuft das Geschäftsgebaren von Firmen wie dem Berner Hauptsponsor Plus500 als zu unseriös ein, Werbung ist deshalb untersagt. Dasselbe widerfuhr letzte Saison Atalanta Bergamo, die Italiener werden ebenfalls vom Finanzdienstleister mit Sitz in Haifa gesponsert, der polnische Topclub Legia Warschau auch.

Der Grund für das Verbot: Plus500 ist eine Tradingplattform, die den Handel mit sogenannten Differenzkontrakten – kurz CFDs – anbietet. Mit diesen kann auf Kursveränderungen etwa bei Aktien oder Währungen gewettet werden. Und dieser Handel ist seit 2018 in Frankreich stark eingeschränkt, weil er als hochriskant gilt. Wer sein Geld mit CFDs anlege, könne ebenso gut ins Casino gehen, finden Verbraucherschützer, sie warnen seit Jahren davor. Die AMF schreibt: «CFDs können dazu führen, dass Sie innerhalb von Sekunden Ihre gesamte Einlage oder sogar mehr verlieren.»

Laut englischem Gesetz müssen Handelsplattformen, die CFDs anbieten, jeden neuen Kunden darauf hinweisen, dass gerade Privat- und Kleinanleger mit Differenzkontrakten Geld verlieren. Je nach Plattform können das zwischen 71 und 87 Prozent der Anleger sein. Zudem stellte die englische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) 2022 fest, dass bei einem Fünftel der Nutzer von Anlage-Apps für Privatkunden ein Risiko für problematisches Glücksspiel besteht. YB-CEO Greuel sagt: «Finanzgeschäfte bergen immer Risiken. Wir gehen davon aus, dass dies jedem Anleger bewusst ist.»

Plus500 ist an der Börse in London gelistet, global tätig und somit etlichen Aufsichten unterstellt. Zudem gehen beispielsweise die französischen Regulierungen viel weiter als jene in anderen Ländern. Die Schweizer Tradingplattform Swissquote bietet auch den Handel mit CFDs an. Was Plus500 also macht, ist nicht verboten, es hat jedoch ein Geschmäckle.

Von Migros Aare zu Plus500
Das 2008 gegründete Unternehmen ist seit 2020 Hauptsponsor der Young Boys. Und die sind stolz auf die Partnerschaft. Als sie diese vor drei Jahren bekannt gaben, schrieben die Berner, dass ihr Partner in Sportkreisen durch das jahrelange Hauptsponsoring des Spitzenclubs Atlético Madrid bekannt sei. 2016 waren die Spanier bis in den Final der Champions League vorgestossen und hatten dabei das Plus500-Logo der Weltöffentlichkeit vorgeführt.

Die Berner wähnten sich nun auch auf dieser Stufe im Kreis der Grossen. In den Jahren zuvor war die Migros Aare die Hauptpartnerin gewesen. So war 2019 in der Europa League das Logo der Migros-Tochter Shoppyland auf die Vorderseite des YB-Trikots gedruckt, des Einkaufszentrums in Schönbühl BE. Provinzieller geht es kaum.

Natürlich waren mit dem Sponsorenwechsel auch Mehreinnahmen verbunden. 2018 und 2019 wiesen die Young Boys in dieser Kategorie knapp 9 Millionen Franken aus – wobei darin auch die Beiträge aller anderen Partner enthalten sind. 2022, im letzten Geschäftsbericht, sind bei den Sponsoreneinkünften nun 11,3 Millionen Franken aufgelistet – auch in dieser Kategorie sind die Berner Spitze: Der FC Basel kam im selben Jahr auf rund 2,5 Millionen weniger. Zu den Mehreinnahmen von YB dürfte nicht unerheblich das Engagement von Plus500 beigetragen haben.

Dieses wurde im Juni bis 2025 verlängert. Als die Berner im Playoff zur Königsklasse Maccabi Haifa bezwangen, dürfte die Freude am dortigen Hauptsitz von Plus500 trotzdem gross gewesen sein. Schliesslich hat das Unternehmen YB nur deshalb auserkoren, weil die Young Boys der Schweizer Krösus sind. CEO Greuel sagt: «Für unseren Hauptpartner bedeutet die Champions League sehr viel. Wenn wir nicht regelmässig europäisch spielen würden, wäre Plus500 wahrscheinlich nicht unser Hauptpartner.»

So viel zu der von den Fans verfluchten Königsklasse. Die YB-Anhänger schreiben auch: «Zusammen stehen wir ein für einen Sport für alle, für den es kaum mehr braucht als einen Ball, ein Stück Rasen und zwei Tore.» Ihr geliebter Club sieht das ein wenig anders.

Dominic Wuillemin



:wai:
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drfred
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#2

Beitrag von drfred »

in zürich haben wir uns leider in der vergangenheit wiederholt mit halbseidenen sponsoren blamiert. dagegen ist plus500 geradezu seriös ;-)

ich erinnere mich an antepay:

https://www.srf.ch/news/schweiz/illegal ... rlegenheit
https://reflekt.ch/recherchen/antepay/

und talkeasy:
https://www.konsumentenschutz.ch/allgem ... -talkeasy/
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tom
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#3

Beitrag von tom »

Bruninho hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2023, 07:52
Unseriös und hochriskant? Der YB-Hauptsponsor ist umstritten..........
Der Artikel des Journalisten - welcher übrigens bei praktisch allen YB-Fans ziemlich unbeliebt ist, weil er seit langer Zeit immer wieder negative Artikel in der Lokalpresse über YB schreibt, anstatt auch mal lokale Unterstützung für den Verein in seiner Region zu zeigen - war natürlich auch im YB-Forum wo sich die Fans austauschen ein Thema heute. Vorab: es wurde sehr kritisiert dass so ein Artikel ausgerechnet am Tag veröffentlicht wird, an welchem YB auswärts in der Champions Leage in Belgrad gegen Roter Stern antreten muss. Man hat sich eher einen richtigen Hintergrundbericht über das Spiel gewünscht von Wuillemin, diesen Artikel hätte er ja auch Ende Woche in der Sonntagszeitung veröffentlichen können, aber na ja...

Doch das YB-Forum (selbst FCZ-Fan @drfred wird dies bestätigen) ist eine wahre Fundgrube was Postings betrifft. Weil sich dort wirklich Fans aus allen sozialen Schichten äussern. Vom Arbeitslosen bis zum Rechtsanwalt... eine wahre Freude dort zu lesen und schreiben. Und es kamen auch einige gute Statements zu dem Artikel heute. Zum Beispiel:
Frage: Kann man CFD nicht bei allen Banken kaufen? Oder anders gefragt, ist das Geschäft so unseriös, das die UBS die Finger davon lässt?
Antwort: CFDs sind eine Art von Derivaten. Praktisch jede Bank führt solche Aufträge für dich aus. Du kannst dich mit einem Auftrag/Anruf bei der UBS genauso schnell ruinieren wie bei +500. Spielt gar keine Rolle.
Macht nun Plus500 nicht wirklich sympatischer, der Sponsor wird durchaus von den Fans auch immer wieder mal kritisiert, auch wenn Wuillemin dies nicht erwähnt. Jedoch zeigt es auf, dass überall wo eine Bank drauf steht, sowas gilt. Und die ganze Liga wird nach wie vor durch Credit Suisse, ehm UBS, gesponsort...
Zimleche whataboutism- Artiku zum de Fans a ds Bei bisle.
Sponsoring bi YB unger d Lupe näh fingi guet, da gäbs no viu meh. Aber dä duurend Hiwiis, dass me nid dörfti sache kritisiere, we me angeri Sache nid o kritisiert, isch eifach nume lächerlech. Mega clever Domi, dass de hesch usegfunge, dass YB vo de CL- Millione u dubiose Sponsore profitiert, bravo! Investigative Journalismus nume hiufsusdruck. I gseh nume nid, wie sech das mitem Statement bisst, wies afangs Artiku steit.
Vo de qualitative ungerschide zwüsche em ne Sponsor ghöre u "nume" drvo profitiere ganz zu schweigen.
Aussage 1: Er hat absolut Recht. Entweder stellt man sich konsequent gegen das Sportswashing oder man lässt es ganz sein. Alles andere grenzt an Peinlichkeit.
Aussage 2: Mir persönlich ist Plus500 schon lange ein Dorn im Auge, aber das wurde hier ja auch schon hinlänglich diskutiert, als sie vor drei Jahren als Hauptsponsor vermeldet wurden.
Aussage 3: U glich ischs unsäglechi Hüüchelei, wie mänge Sportwetteaabieter darf äch bi de Franzacke witer wärbe? Das isch die wahri Pest u ghörti verbotte. Kenne beides i mim Umfeld, Lüt wo bim trade chäpsle u setigi wo wette, zwöiteri leider viu öfter u immer mit em Familiekässeli.
Aussage 4: Da sind wir uns mal einig - geheuchelt wird auf alle Seiten. Und ja, "Brot und Spiele"... nur hats für einige dann irgendwann kein Brot mehr....
Also grundsätzlich finden glaube ich alle das Thema wichtig. Und es soll, nein es muss, auch hinterfragt werden. Aber von einem Journalisten erwarte ich dann doch mehr als das. Und insbesondere hätte er es sein lassen sollen betreffend der unseligen Kommerzialisierung des Fussballs einen Zusammenhang mit den Fans zu konstruieren.

Gruss Tom
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Bruninho
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#4

Beitrag von Bruninho »

tom hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2023, 19:51

Also grundsätzlich finden glaube ich alle das Thema wichtig. Und es soll, nein es muss, auch hinterfragt werden. Aber von einem Journalisten erwarte ich dann doch mehr als das. Und insbesondere hätte er es sein lassen sollen betreffend der unseligen Kommerzialisierung des Fussballs einen Zusammenhang mit den Fans zu konstruieren.

Gruss Tom

Ich fand den Artikel gut und keinesfalls irgendwie polemisch.

Er war mit nüchternen Fakten geschrieben, Unterstellungen sehe ich nicht.

Dass Fans unterschiedliche Meinungen haben ist klar, eben auch durch die unterschiedlichen Milieus aus denen sie stammen und ihrem Bildungsniveau und Wissensstand. Tendenziell ist es aber sicher auch so (bei Fans aller Vereine), dass viele eine rosarote Brille besitzen und ihrem Verein (fast) alles entschuldigen und sofort auch immer Verfehlungen anderer Clubs beiziehen.

Mich hat beispielsweise von Anfang an die extreme Haltung, vor allem natürlich in D, gegen RB Leipzig gestört.
Mir fehlte natürlich auch die Sympathie für die Leipziger Strukturen, aber es gibt ja in der Bundesliga Strukturen bei anderen Vereinen, die nicht minder fragwürdig sind.

Über den YB-Hauptsponsor weiss ich zu wenig, wenn aber Verbote gegen ihre Werbetätigkeit in Frankreich erlassen worden sind, scheint es schon ziemlich dramatisch mit deren Verfehlungen zu sein...
Einig bin ich, dass Banken (selbstverständlich auch alle etablierten Grossbanken) und Versicherungen ebenfalls allesamt unseriös sind...

Dass er einen Zusammenhang mit den Fans thematisiert finde ich gut. Schliesslich sind es eben auch die Fans, die bei ihren Clubs vielfach ein oder beide Augen zudrücken und so die unselige Kommerzialisierung beschleunigen.

YB finde ich persönlich eigentlich jetzt nicht ein speziell überbordender Verein. Es ist einfach aktuell der Verein der Schweiz, der auch dank der Champions-League, am meisten Geld umsetzt.

Pervertiert, für mich, wird die Lage in der Schweiz aktuell ja vor allem vom Traditionsverein GC, der an ein chinesisches Konsortium verschachert wurde. Hier ist der Fussball, ganz offensichtlich, nur noch ein wirtschaftlicher Aspekt.


:wai:

Fredfeuerstein
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#5

Beitrag von Fredfeuerstein »

Wenn nur einer diesen Infantilino wegschaffen würde.
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bodo9
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#6

Beitrag von bodo9 »

Bruninho hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2023, 21:07
Mich hat beispielsweise von Anfang an die extreme Haltung, vor allem natürlich in D, gegen RB Leipzig gestört.
Weil das kein Verein im eigentlichen Sinn ist, sondern ein raffiniert konstruiertes Rechtskonstrukt, das rein formal zwar ein Verein ist, aber tatsächlich eine geschlossene Gesellschaft von inzwischen wohl 19 handverlesenen und RB wohlgesonnen Mitgliedern. Ich möchte im Fußball nun Mal keine rein kommerziell orientierte Firmen.
Aber wenn ich jetzt lese, dass die WM 2030 auf drei verschiedenen Kontinenten statt finden soll, dann weiss ich endgültig, dass einige Funktionäre jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben und ich mich leider ganz schnell von dieser Krankheit Kommerzfußball verabschieden sollte. Es waren 6 schöne Jahrzehnte mit dem Fußball aber diese schöne Zeit ist wohl endgültig vorbei.

Fredfeuerstein
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#7

Beitrag von Fredfeuerstein »

Fußball kommt von der Straße, weltweit. Und heute ist es eine elitäre, hochökonomische Veranstaltung, in der Wüstenstaaten, die außer im Sandkornschubbsen keine Ahnung von Ballsport haben, das Sagen haben.

Und ihr, die ihr in die Stadien geht, bezahlt das. Was glaubt ihr, was wäre, wenn die Stadien leer blieben? Ende Gelände wär dann, und dann gäbe es wieder den Fußball, den wir kennen und lieben.
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Bruninho
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#8

Beitrag von Bruninho »

bodo9 hat geschrieben:
Do 5. Okt 2023, 06:57
Bruninho hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2023, 21:07
Mich hat beispielsweise von Anfang an die extreme Haltung, vor allem natürlich in D, gegen RB Leipzig gestört.
Weil das kein Verein im eigentlichen Sinn ist, sondern ein raffiniert konstruiertes Rechtskonstrukt, das rein formal zwar ein Verein ist, aber tatsächlich eine geschlossene Gesellschaft von inzwischen wohl 19 handverlesenen und RB wohlgesonnen Mitgliedern. Ich möchte im Fußball nun Mal keine rein kommerziell orientierte Firmen.

Für mich macht das eben keinen Unterschied.

Ob dieses Rechtskonstrukt oder der Vereinskauf/-besitz eines Despoten aus Afrika, Scheichs aus dem nahen Osten, eines Grosswirtschaftskriminellen aus Asien usw. ist:
Mich kotzt das alles gleichermassen an!


:(
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bodo9
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#9

Beitrag von bodo9 »

Bruninho hat geschrieben:
Do 5. Okt 2023, 07:13
Für mich macht das eben keinen Unterschied.

Ob dieses Rechtskonstrukt oder der Vereinskauf/-besitz eines Despoten aus Afrika, Scheichs aus dem nahen Osten, eines Grosswirtschaftskriminellen aus Asien usw. ist:
Mich kotzt das alles gleichermassen an!
Das macht sicher keinen großen Unterschied. Aber in Deutschland haben die Despoten und Scheichs dank 50+1-Regel noch keinerlei Interesse an einer Vereinsübernahme. Und zwischen einem Rechtskonstrukt und einem echten Verein, wo ich als Mitglied zumindest noch ein gewisses Mitspracherecht habe, besteht für mich schon noch ein Unterschied.

DonJosé
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Re: Unselige Kommerzialisierung des Fussballs

#10

Beitrag von DonJosé »

bodo9 hat geschrieben:
Do 5. Okt 2023, 07:56
wo ich als Mitglied zumindest noch ein gewisses Mitspracherecht habe, besteht für mich schon noch ein Unterschied.
D.h. du bist Aktionär des BVB?
Falls nicht, bitte nicht als Kaufempfehlung interpretieren; gibt wahrlich bessere Aktien ;-)
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