Wahlen 2019

Benutzeravatar

Michaleo
Administrator
Beiträge: 11692
Registriert: Mo 30. Sep 2013, 21:49
Wohnort: Bern und Udon Thani

Re: Wahlen 2019

#91

Beitrag von Michaleo » Di 1. Okt 2019, 10:56

thedi hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 10:31
Ich habe ausnahmsweise hier in Thailand die Unterlagen für die Wahl rechtzeitig vor der Wahl erhalten, mich aber entschieden, nicht zu wählen.
Ueberlege es Dir doch noch einmal, Thedi.

1. ist es ja nicht alle Tage, dass Du das Stimmaterial zeitgerecht erhältst.
2. Demokratie ist, wenn alle mitmachen
3. Du bist einer von 760'000 Schweizerinnen, die in der fünften Schweiz leben und damit keine Ausnahme oder Einzelerscheinung
4. Nichtwählen macht, wie drfred richtig schreibt, Platz für die, welche Du nicht wilst.


Kurt
Beiträge: 2120
Registriert: Di 8. Okt 2013, 09:11
Wohnort: Si Racha / Chonburi

Re: Wahlen 2019

#92

Beitrag von Kurt » Di 1. Okt 2019, 11:26

Michaleo hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 10:56
thedi hat geschrieben:
Di 1. Okt 2019, 10:31
Ich habe ausnahmsweise hier in Thailand die Unterlagen für die Wahl rechtzeitig vor der Wahl erhalten, mich aber entschieden, nicht zu wählen.
Ueberlege es Dir doch noch einmal, Thedi.

2. Demokratie ist, wenn alle mitmachen
3. Du bist einer von 760'000 Schweizerinnen, die in der fünften Schweiz leben und damit keine Ausnahme oder Einzelerscheinung
Die in THAILAND auch einen "gewaehlten" "AUSLAND-SCHWEIZER-Rat" haben....Thomas G.,
der nix bis gar nix "fuer uns macht" :D

Die RECHTE als "Schweizer im Ausland".....oft happert es da in der "Umsetzung",
Bank-Konto in der Schweiz und "Umgang" mit SUVA, IV und AHV lassen gruessen.....

DEMOKRATIE ist echt was "schoenes", wenn sie dann auch "funktioniert" und "gerecht fuer Alle" ist.

Benutzeravatar

Themen Starter
tom
Administrator
Beiträge: 14358
Registriert: Mo 30. Sep 2013, 21:31
Wohnort: Bern

Re: Wahlen 2019

#93

Beitrag von tom » Di 1. Okt 2019, 11:35

Betreffend dem Panaschieren und Kumulieren bin ich mit Dir nicht einig, Thedi. Es gibt nämlich dem Wähler so die Möglichkeit, auch anderen Parteien allenfalls Stimmen zu geben und nicht nur einer. Oder es gibt dem Wähler die Möglichkeit Personen die ihm - aus was für Gründen auch immer - zwei Stimmen zu geben. Wenn es nicht viel bringt, wie Dein Freund es aussagt, dann liegt es primär daran dass es zu wenige Wähler machen.

Hier ein Bericht darüber:
Kumulieren und Panaschieren – Eine Sache der Alten?


Bei den Wahlen 2015 wurde wieder fleissig panaschiert, kumuliert und Kandidaten von der Liste gestrichen. So wurden altgediente Vertreter des Nationalrates nicht mehr wiedergewählt. Doch wer streicht Kandidaten von der Liste und ersetzt sie durch Politiker von anderen Parteien? Dies sind vor allem auch die jüngeren Wähler, welche enthusiastisch ihre möglichen ersten Wahlen bestreiten. Vor allem sind es Bürger mit einem hohen politischen Wissen, welche die Nationalratslisten verändern.

Quelle: http://pwiweb.uzh.ch/wordpress/blog/2015/12/12/alte/
Nichtwählen sehe ich ähnlich wie @drfred. Wer freiwillig nicht wählen geht, stärkt insbesondere Wutbürger und Protestwähler und schadet der Demokratie im Land.

Gruss Tom

Benutzeravatar

thedi
Beiträge: 3688
Registriert: Do 3. Okt 2013, 09:55
Wohnort: Bankok, Manchakiri bei Khon Kaen

Re: Wahlen 2019

#94

Beitrag von thedi » Di 1. Okt 2019, 12:05

Ab 65 ist man reif für die Rente. An der ETH dürfen Professoren noch bis 70 weiter herum geistern, dann ist definitiv fertig: Platz machen für jüngere.

Ab 70 muss man regelmässig ein ärztliches Zeugnis vorweisen um den Fahrausweis zu behalten. Oder ist das schon auf 75 erhöht worden? Auf jeden Fall wird auch da eine Grenze gezogen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass das Recht zum steuern des Staates auch altersmässig beschränkt werden könnte.

—-

Ich lebe in Thailand. Aus der Schweiz beziehe ich noch Renten, die ich mir in meinem 44 Jahren im Erwerbsleben zusammen gespart habe. Meiner PUBLICA Rente werden 10% Quellensteuern abgezogen. Damit habe ich meiner Meinung nach meine Pflicht dort erfüllt. Die Schweiz und ich - wir sind uns soweit Quit.

Ich bin mit vielem, was in der Schweiz läuft, nicht einverstanden. Ich würde gerne die Armee abschaffen, wäre für Lohngleichheit nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern zwischen allen Menschen. Anderseits empöre ich mich wenn sich der Staat in meine eigenen Angelegenheiten einmischen will. Ich will nicht vor mir selbst geschützt werden und nicht bevormundet werden. Die Schweiz ist mir zu eng geworden. Eng nicht nur räumlich, ich fühlte mich dort eingeengt durch die grosse Regeldichte - wie man so schön sagt.

Also - es gäbe vieles was ich ändern möchte, wenn ich dort wäre. Aber ich bin nicht dort. Warum soll ich dann dort etwas zu ändern versuchen? Warum sollen nicht diejenigen, die dort leben, das Schiff steuern?

Ich bin ein überzeugter Anhänger de direkten Demokratie. Das ist das beste, was die Schweiz hervor gebracht hat. Demokratisch heisst für mich, wenn Regeln von allen die dort leben definiert werden. Das ist ein Mix aus Linken und Rechten und Gemässigten. Die sollen alle gleichberechtigt ihre Stimme abgeben können. Und das dürfen sei ja auch, und das ist gut so.

Das bedeutet natürlich anderseits, dass eine Mehrheit meine Meinung überstimmen kann. Auch das muss man akzeptieren. Jeder der dort ist hat eine Stimme. Die Politik muss einen Mittelweg zwischen all den divergierenden Meinungen finden. Als überzeugter Demokrat muss man akzeptieren, dass die eigene Meinung nur eine von 8 Mio ist. Also eigentlich nicht sooo wichtig.

Abstimmungen und Wahlen dienen dazu die Meinung der Bevölkerung zu sondieren. Da ich nicht dort lebe, zähle ich mich nicht zur Bevölkerung - meine Meinung tut dort nichts zur Sache.


OK, soviel als Wort zum Dienstag. ;-)

Mit freundlichen Grüssen

Thedi

Benutzeravatar

mungg
Beiträge: 211
Registriert: Sa 21. Jan 2017, 23:44

Re: Wahlen 2019

#95

Beitrag von mungg » Mi 2. Okt 2019, 05:00

Ich habe mein Wahlcouvert schon eingeworfen. Es war nicht leicht, in einem Innerschweizer Kanton Kandidaten zu finden, die meine Interessen und Visionen vertreten. Ich finde trotz Wahlhilfen im Internet wenig bis gar keine konkreten Infos potentieller Kandidaten. Im Moment empfinde ich es so, dass lediglich ständig neue Reglementierungen und finanzielle Belastungen beim "Fussvolk" ankommen. Ich sehe viel kostenintensive Symptombekämpfung statt Ursachenbeseitigung bei wenig kreativen, mutigen Lösungsansätzen. Das Geld muss im Fluss bleiben...... möglichst in die Taschen derjenigen, die eh schon genug haben. Ich habe oft das Gefühl, dass Politiker die Wirtschaft mehr schützen als die Bevölkerung. Bei der Erhaltung von anständig bezahlten Arbeitsplätzen ist das okay. Leider gehts in den wenigsten Fällen darum.

Es gäbe viel zu tun, wo nicht mal ansatzweise darüber nachgedacht wird.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.

Benutzeravatar

Udo Nthani
Beiträge: 1376
Registriert: Do 24. Okt 2013, 02:08
Wohnort: Udon, BKK, Cha Am

Re: Wahlen 2019

#96

Beitrag von Udo Nthani » Mi 2. Okt 2019, 05:41

Nichtwählen sehe ich ähnlich wie @drfred. Wer freiwillig nicht wählen geht, stärkt insbesondere Wutbürger und Protestwähler und schadet der Demokratie im Land.
Ja das mit dem wählen ist wie mit dem Zähneputzen, wenn man es nicht macht wird’s braun!

Wann nochmal sind die National und Stände Wählen? Wahrscheinlich werde ich diese so oder so annullieren oder wiederholen lassen müssen. Habe bis heute keine Wahlunterlagen nach Udon geschickt bekommen. Liegt es vielleicht daran, dass ich pflichtbewusst dem EDA im März meine Adressänderung innerhalb von Udon gemeldet habe?

Gruß Jan

Benutzeravatar

Michaleo
Administrator
Beiträge: 11692
Registriert: Mo 30. Sep 2013, 21:49
Wohnort: Bern und Udon Thani

Re: Wahlen 2019

#97

Beitrag von Michaleo » Mi 2. Okt 2019, 08:17

Udo Nthani hat geschrieben:
Mi 2. Okt 2019, 05:41
Wann nochmal sind die National und Stände Wählen?
Am 20. Oktober.

Benutzeravatar

ZH-thai-fun
Beiträge: 4581
Registriert: So 27. Okt 2013, 11:16
Wohnort: Nach 17 Jahren, mit unterbrüchen rund 60 Mt. in TH, nun nur noch Zürich CH

Re: Wahlen 2019

#98

Beitrag von ZH-thai-fun » Mi 2. Okt 2019, 12:58

Udo Nthani hat geschrieben:
Mi 2. Okt 2019, 05:41
Ja das mit dem wählen ist wie mit dem Zähneputzen, wenn man es nicht macht wird’s braun!
Herrlich! :D Der geht bei mir in die Annalen. Oder wie heißt das Album mit Erinnerungen? ;-)
... der werfe den ersten Steintisch!


Kurt
Beiträge: 2120
Registriert: Di 8. Okt 2013, 09:11
Wohnort: Si Racha / Chonburi

Re: Wahlen 2019

#99

Beitrag von Kurt » Do 3. Okt 2019, 07:59

Vor den WAHLEN - die "SORGEN der Waehler - zb. im Kanton BASELLAND :


https://www.bzbasel.ch/basel/baselbiet/ ... -392849069

Benutzeravatar

thedi
Beiträge: 3688
Registriert: Do 3. Okt 2013, 09:55
Wohnort: Bankok, Manchakiri bei Khon Kaen

Re: Wahlen 2019

#100

Beitrag von thedi » Mo 7. Okt 2019, 01:35

Einerseits geben sich einige Wähler grosse Mühe mit Panaschieren und Kumulieren ihren Willen auf dem Wahlzettel möglichst genau auszudrücken, anderseits verfälscht das System dann die Sitzverteilung zum Teil massiv:
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/wa ... y/20313109
Bei den ­Wahlen vor vier Jahren kam die SVP mit 29,4 Prozent der Stimmen auf 32,5 Prozent der Sitze im Nationalrat, sechs mehr, als der Partei eigentlich zustehen würden. Die SP erzielte vier Sitze mehr, als mathematisch korrekt wäre. Der Berechnungsmodus bevorzugt die grossen Parteien, die kleinen haben das Nachsehen.

Eigentlich ist das längst bekannt.
Da die Grossen profitieren, wird sich wohl nicht so bald etwas daran ändern lassen.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

Antworten

Zurück zu „Schweiz allgemein“ | Ungelesene Beiträge