Veraenderungen in der Schweiz ?!

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Bruninho
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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#101

Beitrag von Bruninho » Di 11. Jun 2019, 14:28

Kurt hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 12:42
.
Immer weniger Rente/PENSION bekommen ist das Eine,
sich mit 56-zig (oder 49-zig ?) sein BVG-Kapital "auszahlen" lassen und in eine "BAR-Lady"
investieren ist auch eine VARIANTE, Alles zu "verlieren" :

Es hiess, er haette hier 10 Mio. Baht oder 70 Mio. Baht (?) in den Sand gesetzt !? :D

Das VIDEO findet man unten im Bericht :

https://www.wochenblitz.com/index.php/h ... -308263477

Jetzt "wohnt" und "arbeitet" er in einem WAT in Jomtien/PATTAYA, keine eigene Bleibe
und wohl zuwenig Geld fuer den "Jahres-Aufenthalt/IMMI", sicher auch keine
Kranken-Versicherung......wieder ein "Sorgenkind" fuer den THAI-STAAT.

Bei solchen Berichten habe ich immer viele Fragezeichen.

So viele, dass ich diese Geschichten einfach nicht (mehr) glaube.

Da wurde/wird mit Sicherheit ganz viel dazu gedichtet.

In Thailand, wo die ganze Visavergabe, die Bedingungen dafür, so rigoros sind: Wie kann denn ein mittelloser Europäer, der sich noch dazu in allen Blöd-Medien in Thailand und der Welt so portraitieren lässt, in Thailand ohne Heller und Pfennig, ohne KV und ohne gültiges Visa leben?

Bei der ersten Kontrolle oder fällt er einem Thai negativ auf, würde der doch hochkant ausgeschafft, mit Einreiseverbot für einige Jahre!

:wai:

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tom
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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#102

Beitrag von tom » Di 11. Jun 2019, 18:34

Michaleo hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 07:23
Für K. ist aber nur klar: Während Arbeitgeber unter Androhung von hohen Bussen sich an die Pflichten halten, glänzt das RAV mit Nichtstun.
(Zitat aus dem Blick)

Es tut vielleicht nichts zur Sache, aber Sorry, das RAV hatte immer schon so einen schlechten Ruf bei den Sozialdiensten. Die Leute stempeln zwei Jahren, leben mit 70% vom letzten Lohn gar nicht so übel, schreiben 10 Bewerbungen pro Monat (das sind 2 pro Woche!) und werden ansonsten in Ruhe gelassen.

Nach zwei Jahren, wenn sie sich diesen Alltag so richtig angewöhnt haben und verträumt wurden, landen sie auf dem Sozialdiensten und oho, da gibt es ein Erwachen auf Sozialhilfeniveau... Und die Sozialarbeitenden können dann im Gespräch aufräumen, was das RAV 2 Jahre lang versäumt hat...
Meiner Meinung nach verurteilst Du dies zu sehr, Michu. Eine Freundin von mir arbeitete auf dem RAV in Solothurn und zumindest sie hat sehr viel gemacht. Auch was die Bewerbungsanzahl betrifft... klar, 2 pro Woche tönt erst mal nach wenig. Aber über 100 pro Jahr... je nachdem wo Du wohnst, wie alt Du bist und Branche in der Du arbeitest kann dies auch sehr viel sein.

Gruss Tom

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Michaleo
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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#103

Beitrag von Michaleo » Di 11. Jun 2019, 20:04

tom hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 18:34
Eine Freundin von mir arbeitete auf dem RAV in Solothurn und zumindest sie hat sehr viel gemacht.
Natürlich gab und gibt es engagierte RAV- Mitarbeiterinnen, und es freut mich, dass Du, Tom, eine davon kennst.
Auch ich habe einige kennengelernt - die Mehrzahl war allerdings nicht unter diesem Prädikat verzeichnet.
tom hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 18:34
je nachdem wo Du wohnst, wie alt Du bist und Branche in der Du arbeitest
Das sind Basics in der Sozialarbeit.

Ich spreche von Klientinnen und Klienten zwischen 25 und 45 Jahre alt, ausgebildet oder mit langjähriger Berufserfahrung in einem ungelernten Beruf, nicht krank, ohne Störung und nicht auffällig, die zwischen drei und sechs Monate Sozialhilfe bezogen und dann plötzlich angestellt wurden, da fragte ich mich schon, warum das nicht in den zwei Jahren vorher passierte, als sie vom RAV beraten wurden.

Dabei habe ich eigentlich nicht, wie das RAV, mit Druck und Disziplinierung gearbeitet, sondern mit Einsicht und Freude an Ressourcen, und diskutierte z.B. folgende Fragen mit ihnen:

- Lebensentwurf
- Selbstbild und Fremdbild
- Ressourcen und Defizite
- Wert kontra Wertschätzung
- was erwarte ich von der Gesellschaft und was erwartet sie von mir
- wie will ich gerne gesehen werden von jemanden, der oder die mich liebt
- Kinderzimmer aufräumen
- Ursache und Wirkung

Das, und vor allem natürlich der Prozess, den die Klientschaft durchmachte, führte dann zu einer baldigen Anstellung.
Jetzt, wo ich dies so spontan und ohne Vorlage aufschreibe merke ich, wieviel Freude ich an meinem Beruf hatte. :)


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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#104

Beitrag von Kurt » Do 13. Jun 2019, 04:33



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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#105

Beitrag von Sanukshg » Do 13. Jun 2019, 05:30

Kurt hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 04:33
https://www.blick.ch/news/schweiz/sozia ... 70334.html
Wenn ich dann immer sowas lese " Einige haben soziale und psychische Probleme und einen kriminellen Hintergrund. "
Natürlich kein andere Mensch hat womöglich Probleme. Da geht bei mir immer die Hutschnur hoch.
Ich weiß ein gutes Mittel dagegen ist auch eine Therapie Arbeiten.wer das nicht möchte auch OK aber es gibt nur noch Sachleistungen mal sehen wie viele auf einmal Lust an Arbeit haben.
Ich höre jetzt schon die Sozialverbände schreien das kann man diesen armen Menschen doch nicht antun,aber die Menschen die Arbeiten und diesen Wahnsinn bezahlen müssen denen kann man es zumuten. :ymdevil:
Gruß aus Pluak Daeng
Ernst

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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#106

Beitrag von thedi » Do 13. Jun 2019, 07:56

Ich ging immer davon aus, dass die Gewerkschaften sich dagegen wehren, dass Migranten arbeiten dürfen. Liege ich da falsch?

Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#107

Beitrag von tom » Do 13. Jun 2019, 08:00

thedi hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 07:56
Ich ging immer davon aus, dass die Gewerkschaften sich dagegen wehren, dass Migranten arbeiten dürfen. Liege ich da falsch?

Mit freundlichen Grüssen

Thedi
https://www.unia.ch/de/arbeitswelt/von-a-z/migrantinnen

Gruss Tom

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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#108

Beitrag von Michaleo » Do 13. Jun 2019, 08:04

Sanukshg hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 05:30
Wenn ich dann immer sowas lese " Einige haben soziale und psychische Probleme und einen kriminellen Hintergrund. " Natürlich kein andere Mensch hat womöglich Probleme. Da geht bei mir immer die Hutschnur hoch.
Das Arbeit und eine geregelte Tagesstruktur eine gute Therapie ist stellt niemand in Frage, Ernst.

Es gibt allerdings Störungen, die nicht therapierbar sind, man nennt sie "frühe Störungen". Das sind Störungen, die herrühren aus Vorfällen, die in den allerersten Lebensjahren passierten.

Wir denken alle nicht gerne daran, aber alle wissen, dass es Babies gibt, die Furchtbares erlebt haben:

- einzige Ueberlebende einer Katastrophe oder eines (Auto)-Unfalls.
- sexueller Missbrauch eines Angehörigen, z.B. mit Oralverkehr
- Mordversuch durch die Mutter im Geburtstrauma
- Mordversuch durch die Mutter weil das Kind durch Vergewaltigung gezeugt wurde
- Misshandeln und bewusstes plagen durch Eltern oder Aufsichtspersonen

Sehr gut dargestellt wird das Phänomen "frühe Störungen" im Buch und dem Film "Das Parfüm" von Patrick Süsskind. Es spielt im Mittelalter und die Mutter des Babies ist Fischverkäuferin. Sie gebärt den Jungen während der Arbeit am Verkaufstisch, trennt die Schnur mit dem Arbeitsmesser durch und wirft das Baby zu den Fischabfällen unter dem Tisch.

Irgendeinmal werden Kunden darauf aufmerksam und der halbtote Balg wird gerettet, kommt in ein Heim und die Mutter wird wegen Kindsmord zum Tode verurteilt.

Dem Jungen geht in der Folge jegliches Gefühl für Menschen total ab, ein Mensch ist für ihn ein Ding, das spricht, mehr nicht, darum ist er fähig, junge Frauen ohne mit der Wimper zu zucken umzubringen und zu Parfüm zu verarbeiten.

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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#109

Beitrag von tom » Do 13. Jun 2019, 08:06

Kurt hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 04:33
https://www.blick.ch/news/schweiz/sozia ... 70334.html
Verrückte Welt.... 52 Menschen reichen, um eine grosse Schlagzeile in der grössten Boulevardzeitung der Schweiz zu generieren. Ja klar, dies ist übel dass solche Leute noch Sozialhilfe bekommen. Und ja, wenn sie keine Schweizer wären dann gehörten sie ausgeschafft und zwar sofort. Aber so leid es halt auch ist, sie haben genau so Anrecht darauf Sozialhilfe zu erhalten wie die Nazis, Linksautonomen, Schwulen, Lesben, Alten, Jungen usw. welche dies ebenfalls beanspruchen können.

Gruss Tom

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Re: Veraenderungen in der Schweiz ?!

#110

Beitrag von Michaleo » Do 13. Jun 2019, 09:16

tom hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 08:06
Ja klar, dies ist übel dass solche Leute noch Sozialhilfe bekommen.
Sozialhilfe ist auch ein Schutz der Gesellschaft vor solchen Leuten, die eh keinen Mehrwert generieren würden.

Stelle Dir vor auf was für Gedanken die noch kommen, wenn sie als Lastwagenfahrer vor einer Menschenmenge auf dem Fussgängerstreifen halten müssen oder als Handwerker im Bundeshaus Leitungen verlesen müssen. Da könnten sie viel grösseren Schaden anrichten als uns die Sozialhilfe kostet. Diesen Aspekt sollte man nicht vergessen.

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