tom hat geschrieben:Weshalb um Gottes Willen muss man aus Ausländer in einer grossen Stadt herumlaufen wie der letzte Mensch gekleidet
eine berechtigte Frage,
wir haben als Ausländer die
Touristen und die
Expats, die von dieser Erscheinung betroffen sind.
Bei den
Touristen haben wir die russischen Touristen,
er kommt aus einem kulturellen Umfeld, welches die buddhistische Religion in der Sovietunion abgeschafft hatte, wegen einem unterstellten rückständigem Aberglauben.
Erst vor etwas über 10 Jahren wurde sie in Russland wieder erlaubt.
Gegenüber den asiatischen Minderheiten wurde in Russland und zuvor in der Sov.U. ein blanker Rassismus praktiziert,
wobei viele Russen heute noch glauben, das Asiaten minderwertig seien.
Dieses Selbstverständniss, keinerlei Respekt gegenüber der th. Kultur und ihren Menschen gegenüber,
sondern Thailand nur als tropische Kulisse mit warmen Temperaturen zu verstehen,
ist der Hauptgrund, weshalb dieser Gruppe es völlig egal ist, was Thais von ihnen denken.
Bei der Gruppe der
Expats haben wir einen Teil der Gewandelten,
sie haben viele Jahre, bis zu ihrer Pensionierung gespart, um in Thailand ihren Lebensabend zu verbringen,
sie hatten sich in D A CH teilweise sehr gut vorbereitet auf die th. Kultur,
haben viele Jahrzehnte in Thailand Urlaub gemacht,
haben für Thais in ihrem D A CH Umfeld sehr viel getan, und hatten einen sehr guten Ruf.
Nach der Übersiedlung nach Thailand kam bei ihnen die grosse Enttäuschung.
Sie begriffen, dass sie in D A CH nur den Teil der Thais kennengelernt hatten,
die gegenüber Farangs nicht rassistisch sind.
Sie begriffen, dass ihre Urlaubseindrücke von Thailand eine Realität überdeckte,
die erst nach ihrer Übersiedlung klar wurde.
Bei Behördengängen, wo sie sauber und ordentlich mit Anzug und Kravatte erschienen waren,
und behandelt wurden, wie ein Aussätziger,
bei routinemässigen Polizeikontrollen im Strassenverkehr,
bei einer Vielzahl von Situationen,
wo erst die Masse mit der Zeit das Fass zum überlaufen brachte.
Erst als sie verstanden, dass es völlig egal ist, wie sehr sie sich anstrengen,
wie sehr sie die Kultur respektieren,
wie sehr sie die Sprache lernen,
wie sehr sie freundlich und zuvorkommend sind,
erst dann machte es in ihrem Kopf klick,
sie sagten sich,
wenn ich nicht respektiert werde, dann muss ich mich auch nicht mehr anstrengen,
ich lebe die letzte Lebenszeit einfach so, wie es mir passt, und kümmere mich überhaupt nicht mehr um andere.
Ein Ausländer im Tshirt oder ein Ausländer im Anzug, bleibt ein Ausländer,
dann soll halt mein Schicksal meiner letzten Rentenjahre, das AHA Erlebnis als Neger in einer Gesellschaft sein - Prost.