Das Mekong-Delta in Südvietnam ist das wirtschaftliche Herz des Landes. Im Mündungsgebiet leben Hunderttausende von Bauern von der Garnelen- und Fischzucht sowie der Reisproduktion. Doch künstliche Eingriffe durch den Menschen bedrohen das Delta, erste Bauern wurden bereits umgesiedelt.

Für die Nahrungsmittelsicherheit zentral
Chinas Wasser-Regime
Sorgen bereitet dem Umweltwissenschaftler Professor Duong Van Ni Chinas Stromproduktion. Im Mekong-Oberlauf haben die Chinesen sechs Staudämme gebaut, zwei weitere sind geplant. Während der Trockenzeit staut China zu viel Wasser und gräbt Vietnam das kostbare Nass ab. Während der Regenzeit wird zu viel abgelassen, was zu Überschwemmungen führt.
Das Mekong-Delta ist aber auch die Reiskammer Vietnams. In 50 Jahren wird das Land über 100 Millionen Einwohner haben, heute sind es bereits 90 Millionen. Das Mündungsgebiet ist daher für die Nahrungsmittelversorgung des Landes zentral. Jährlich werden hier um die 42 Millionen Tonnen Reis produziert. Mancherorts werden heute jährlich bis zu sieben Ernten eingefahren.
Auch 40 weitere Länder rund um den Globus essen Reis aus dem Mekong-Delta. «Und vergessen Sie nicht: der Wasserspiegels steigt nicht nur hier an», sagt Duong Van Ni. «Auch im Irrawaddy-Fluss-Delta von Myanmar, im Chao-Phraya-Delta in Thailand, im Ganges-Delta Indiens und Bangladeschs und im Mississippi-Delta steigt das Wasser.» Diese fünf Deltas machen schätzungsweise 80 Prozent der weltweiten Reisproduktion aus.
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http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-r ... -in-gefahr
LG:Dan.
