thedi hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2020, 01:24
Mindestens bei uns im Dorf ist das kein Thema. Man nimmt es wie es kommt. Was Morgen ist kümmert mich heute nicht. Man lebt mehr in der Gegenwart und plant weniger Zukunft.
Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass Isaanis im Dorf keine Ferien buchen müssen - sie kennen das gar nicht. Wenn man einen Ausflug macht, dann ist das in der Regel spontan, nicht lange voraus geplant.
Na ja, Thedi, zum einen sitzt Du in einem Kaff im Isaan, wo es mich nicht wundert, dass es niemanden kümmert. Dies ist ja bei anderen Theman auch so, nicht nur in Deinem Dorf sondern in den meisten anderen kreuz und quer durch Thailand ebenfalls. Die Leute in Thailand kümmern sich generell nicht gross um das was sonst noch so im Land passiert. Ist bei uns halt schon viel anders... Zum anderen ist es so, dass die drastischen Massnahmen welche die Schweiz eingeleitet haben viel mehr direkten Einfluss auf das persönliche Leben haben als dies in Thailand der Fall ist. Ausser man arbeitet in einer Branche, welche direkt betroffen ist. Vielleicht solltest Du diese Leute mal fragen, ob sie sich um ihre Zukunft Gedanken machen.
Was die Lockerung betrifft sehe ich, dass Ferien für Dich wohl offenbar ein grosses Thema sind. Du beziehst Dich jetzt auf Ferien, Du möchtest am liebsten dass der Tourismus sich stark verändert nach der Krise... aktuell geht es noch rein gar nicht um Ferien. Da reden wir bezüglich Lockerung wohl frühestens in 2 Monaten davon. Es geht nun aber darum, wieder eine langsame Normalität im täglichen Leben herstellen zu können. Dazu gehört dass wieder alle Geschäfte langsam öffnen können, dass Restaurants wieder wirten dürfen, dass Schulen wieder geöffnet werden, das Angebot im ÖV wieder vergrössert werden kann. Aber immer unter Berücksichtigung der Vorsichtsmassnahmen. Dafür sprechen sich auch Epidemiologen aus:
https://www.toponline.ch/news/schweiz/d ... -00132437/
Weshalb jetzt? Wurde hier auch in Beiträgen gefragt und diese Frage wurde gestern im österreichischen Fernsehenn von Bundeskanzler Kurz beantwortet. Das erste Ziel bei den strengen Massnahmen war, dass die Ansteckungswelle flach gehalten werden konnte. Dies war der Fall. Das zweite Ziel war dass die Anzahl von Infizierungen und tatsächlichen Infizierten zurückgeht. Dies ist beides der Fall. Es stecken sich weniger an, gleichzeitig werden immer mehr gesund. Uebrigens eben auch in der Schweiz. Und nun geht es darum dass man bei einer ersten leichten Lockerung Erfahrungen sammelt. Wie entwickelt sich die Zahlen wenn man gewisse Bereiche wieder eröffnet? Kann man nach 2 Wochen wieder mehr öffnen oder muss man so weiterfahren? Oder gar einen Rückzieher machen? Man weiss es schlicht zu wenig genau. Deshalb schrittweise.
Dies tönt alles sehr vernünftig und da das Leben immer vorwärts geht und nie zurück, muss man nun auch mal positiv in die Zukunft schauen.
Gruss Tom